85% des Umsatzes macht Facebook mit Werbung. Um kurz vor dem Börsengang mit neuen Einnahmequellen noch attraktiver für Investoren zu werden, wirbt das Unternehmen aktuell um die Gunst der Werbetreibenden und veranstaltete gestern in New York die erste Facebook Marketing Konferenz. Im Mittelpunkt: Ein Relaunch der Werbe-Plattform, bei dem die Facebook Brand Pages ins Zentrum aller Social Marketing Aktivitäten rücken. Bezahlte Werbung, Nutzerengagement und eigene Brandseiten [paid, earned und owned Media] werden stärker als jemals zuvor miteinander verbunden. Zentraler Hub für alles, was zukünftig an Marketingaktivitäten auf Facebook geplant wird, ist die eigene Facebookseite. Und nur diese.
Die Details in Kürze: Mittels eines sog. ‘Reach Generators‘ soll die Reichweite bezahlter Werbung massiv erhöht werden. Die Grenzen zwischen Content und Werbung verschwinden. Nur Content, der zuvor als Post im News Feed veröffentlicht wurde, kann als Werbung verwendet werden. Die Timeline wird für alle Brand Pages verbindlich. Gleichzeitig sollen Anzeigen zukünftig auch auf den mobilen Geräten der Nutzer angezeigt werden. Facebook konkretisiert damit erstmals, wie es die zunehmende Smartphone-Nutzung seiner Nutzer zu monetarisieren gedenkt. Was all diese Änderungen für Marketers bedeuten, erklärt ausführlich das Branchenblatt Advertising Age.
Facebook vergibt Social Studio Award für die besten Kampagnen
Um auch die Werbeagenturen von den maßgeschneiderten Werbeplätzen für ihre Kunden zu begeistern, prämiert Facebook mit dem Social Studio Award erstmals die besten Kampagnen auf Facebook. Prämiert von Vertretern großer Werbeagenturen wurden Kampagnen, die die Idee ‘Social by Design’ transportieren und durch ihre kreative Umsetzung überzeugen sollen. Was Facebook hiermit meint ist, dass die Nutzer bei jeder Kampagne, bei jeder App im Vordergrund stehen, persönliche Beziehungen die Basis bilden sollen. Dabei soll es weniger um die reine Anzahl gewonnener Fans gehen, sondern um Interaktion und Engagement der Nutzer. Nun gibt es ja nicht wenige Awards, die sich um digitale Kampagnen drehen. Facebook gelingt es aber leider nicht, sich hiervon abzusetzen. Eingereicht wurden zwar weit über Tausend Bewerbungen aus über 40 Ländern, doch abgesehen von der Gewinner-Kampagne von American Express [eine Kampagne, die bereits 2010 startete!], erscheint die Auswahl der prämierten Kampagnen relativ willkürlich. Interessant aber ist die Site dennoch: Als hervorragender Ideenpol für soziale Kampagnen.
Das Rennen machten elf Kampagnen aus sieben Ländern. Der Hauptpreis geht an Digitas und CP+B für die American-Express-Kampagne ‘Small Business Saturday‘. Eine sehr erfolgreiche Kampagne, bei der der Konzern seine Kundenbeziehungen dazu nutzt, um kleine Unternehmen ökonomisch zu stärken. 2010 erklärte der Konzern erstmals den letzten Samstag im November, einen der Top-Einkaufssamstage in den USA, zum Small Business-Saturday. Das Ergebnis: Verdopplung der Fanzahl auf 2,7 Mio. Über 500.000 Betriebe erklärten sich zu Small-Business-Day-Unternehmen – mit dem Ergebnis, dass sie am Small Business-Saturday im Schnitt 29% mehr Umsatz als sonst erzielten.

Erfolgreiche Facebook Kampagne von American Express: Small Business Saturday




