Mobile Retail hält Einzug in Shopping Malls

mCommerce ist ein Trend, dem sich immer mehr Händler zuwenden. Mobiles Shopping steckt allerdings sowohl auf Anbieter als auch auf Kundenseite noch in den Kinderschuhen. Selbst wenn ein mobiles Portal vorhanden ist, werden darüber noch nicht die großen Umsätze generiert.

Über mobile Geräte ist weit mehr möglich, als reine mobile Shopping-Plattformen zu etablieren. Mobile hat das Potential die Lücke zwischen online und offline Kanälen zu schließen, die Kanäle miteinander zu verknüpfen und ermöglicht somit neue Geschäftsmodelle. Schon heute gibt es Lösungen, die einen ersten Schritt wagen, um den mobilen Kunden im stationären Handel „einzufangen“ und mCommerce im Alltag der Leute zu definieren.

Navteq, die Navigationsunit von Nokia, hat einen Indoor-Navigationsservice „Destination Maps“  auf den Markt gebracht, der eine bis auf 30 cm genaue Positionsbestimmung innerhalb geschlossener Räume ermöglicht (bisher war aufgrund des schlechten bzw. teils gar nicht vorhandenen GPS-Signals die Navigation innerhalb geschlossener Gebäude nicht möglich). Ist der Raumplan hinterlegt, funktioniert „Destination Maps“ über einen Funksender, der im Gebäude angebracht wird. Für den Empfang genügt dann ein Smartphone mit WiFi (oder Bluetooth) Schnittstelle und der entsprechenden App. Shops, Einkaufszentren, Flughäfen, Messen, Museen oder auch Bürogebäude und Krankenhäuser können problemlos damit ausgestattet werden.

In den USA deckt „Destination Maps“ schon über 200 der größten Shoppingmalls ab.

Vorteil der Nokia-Technik ist der nahtlose Übergang von Outdoor- zu Indoor Navigation (innerhalb derselben App).

 

 

Ähnliche Lösungen gibt es auch von indoo.rs (aus Österreich) und Insiteo (aus Frankreich). Großer Vorteil der beiden Startups: Es muss keine zusätzliche Hardware angebracht (d.h. gekauft) werden.

Die Indoor-Navigations-Lösungen bieten eine Vielfalt von Möglichkeiten für zusätzliche Services, v.a. auch im Handel:

  • „Talking Shelfs“: Konzept aus dem Lebensmittel-Einzelhandel ist jetzt einfach realisierbar
  • In großen Shoppingmalls gezielt nach bestimmten Shops (z.B. SportScheck), einzelnen Produkten (z.B. Sportschuhe) oder gar spezifischen Marken (z.B. Nike) suchen
  • Sonderziele, wie z.B. Aufzüge für Rollstuhlfahrer, Bankautomaten, Infopoints werden problemlos gefunden
  • Ideale Möglichkeit für Location based Advertising und Push von Couopons/ Sonderangeboten auf das Smartphone des Konsumenten während sich dieser direkt im Laden/ Einkaufszentrum befindet
  • Besucher können nach eigenen Wünschen durch den Shop geleitet werden

Diese Beispiele bieten nicht nur für Konsumenten, vielmehr auch für Shop-Betreiber einige Vorteile, die so u.a. den Traffic in ihren Läden erhöhen können. Viele der aufgeführten Use Cases rechnen sich bereits nach wenigen Monaten, dennoch ist die Auswahl der geeigneten Service-Strategie sowie die Umsetzung in Bezug auf den jeweiligen Use Cases erfolgsentscheidend.