Case Study: Einblicke in Ford’s erfolgreiche Social-Media-Strategie

Bereits 2009 investierte die Ford Motor Company 25% ihres Marketingbudgets digital. Mittlerweile ist der US-Autokonzern die Social-Media-aktivste Automarke weltweit. Scott Monty, Head of Social Media, gibt in diesem Interview einige interessante Einblicke in die umfassende Social-Media-Strategie des Konzerns. Die Eckpfeiler: Dialog und Interaktion, konstantes Monitoring sowie Unterstützung durch den Vorstand mit dem Ziel, dem Unternehmen ‘ein Gesicht zu geben’:

“Around the world, social media has taken off. While this is an exciting time for companies, for the global social media executive that means a lot of headaches as we try to make sense of it all”

Hier zwei eindrucksvolle Beispiele aus einer ganzen Reihe an Massnahmen:

  • Ford zeigt erstes twitterndes Auto der Welt
    Ford, Intel, Microsoft und Studenten der University of Michigan arbeiten zusammen am innovativen Projekt ‘American Journey 2.0‘: AJ nennt sich der Fiesta, der twittert. Eine typische Twitter-Meldung könnte ungefähr so lauten: “It’s getting pretty dark; time to put the headlights on”. Das Projekt dient als Testplattform, um das Potenzial der Integration digitaler Technologien bei der Autokonstruktion auszuloten. Daneben wurde z.B. auch eine Foursquare-App getestet, die den Fahrer in Restaurants oder Sehenswürdigkeiten entlang seiner Route eincheckt. Mehr über das Projekt können Sie im Blog der New York Times nachlesen.
  • Der neue Ford Explorer wird exklusiv auf Facebook vorgestellt
    Ford bricht mit einer alten Tradition: Bisher wurden neue Modelle vornehmlich auf den diversen Automobilmessen vorgestellt – der Ford Explorer hatte dagegen kürzlich exklusiv auf Facebook seine Premiere. Sechs Monate vor Verkaufsstart hat das Modell bereits 55.000 Fans. Die Kampagne knüpft an an den Erfolg des Fiesta Movements, bei dem Ford Testmodelle verliehen hatte. Die Tester sollten ihre Erfahrungen mit dem Modell bloggen und twittern. Facebook ist das Herzstück der Kampagne, begleitend wurde eine Onlinemedia-Kampagne auf reichweitenstarken Sites gefahren, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf die Premiere zu lenken.

Fazit: In den USA ist der Explorer so ungefähr das, was der VW Golf hierzulande ist: Ein Alltagsfahrzeug, millionenfach verkauft. Und dementsprechend wichtig für den Konzern, der sich gerade von der Absatzkrise erholt (mehr über die positive Ergebnisentwicklung in der NYT). Dieses Beispiel zeigt, welche Bedeutung der Konzern Social Media zuerkennt. Spannend zu beobachten, wie die Zeitspanne bis zum tatsächlichen Verkaufsstart genutzt wird, um einen echten Dialog mit den gewonnenen Fans aufzubauen und möglichst viele auch zu Käufern zu machen.