brand eins, Focus, Spiegel oder Welt … Pünktlich zum heutigen Start des iPad in Deutschland präsentiert die Verlagsszene brandneue, kostenpflichtige iPad-Apps. Währenddessen berichtet das US-Magazin Wired schon erste Erfolgszahlen für seine iPad-Version: In den ersten 24 Stunden wurden 24.000 digitale Kopien verkauft. Es gibt zwar noch kaum Vergleichswerte [Als Anhaltspunkt: Der monatl. Einzelverkauf Print liegt bei 82.000, die Abonnentenzahl bei 672.000], doch gelang Wired damit der Sprung an die Spitze der kostenpflichtigen Apps.
Bei einem Preis von 4,99 US$ pro Download entspricht dies einem Umsatz von 120.000$, nach Apple’s 30% Abzug bekommt Wired immerhin noch 84.000$. Die entscheidende Herausforderung für Wired (und alle anderen) sehen die Macher allerdings darin, den Erwartungen der Leser auch zukünftig gerecht zu werden wenn der Reiz des Neuen verflogen ist sowie schnellstmöglich ein tragfähiges Abomodell zu finden.
Das iPad war von Beginn an ein Riesenerfolg – 1 Mio. verkaufte iPads im ersten Monat, 12 Mio. App-Downloads, 1,5 Mio. eBook-Downloads und insgesamt mehr als 5000 iPad-Apps. Die Strahlkraft der Marke Apple hat viele Early Adopter angezogen. Man darf gespannt sein, inwieweit dem iPad nun die weitere Marktdurchdringung gelingt. Das ist nämlich die Voraussetzung, um auch beim Thema kostenpflichtige Inhalte neue Maßstäbe zu setzen. Denn bislang funktioniert Paid Content im Internet noch nicht wirklich.
Hier die digital überarbeitete Version des Wired Magazins: Wired is finally wired





