Case Study Best Buy: ‘Customer Service 3.0 ‘
5. März 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)Telefon und Mail – immer noch DIE Instrumente, wenn es um Kundenservice geht. Hier ein interessanter Ansatz von Best Buy, einem der größten US Elektronik-Discounter, der seit Sommer letzten Jahres neue Wege im Online Customer Service geht. Der (etwas sperrige) Name des Projekts: Twelpforce – eine Kombination aus Tw(itter) und (H)elp. Alle Mitarbeiter des Unternehmens können über einen einzigen Twitter-Account Kundenfragen beantworten oder Tipps und Hilfestellungen zu technischen Problemen geben. Aktuell sind es 2.100 Mitarbeiter, die sich beteiligen. Dazu müssen sie sich mit ihrem privaten Twitter-Account via ConnectTweet auf einer Unternehmensseite registrieren, die Antworten werden dann alle unter Twelpforce angezeigt. So kann das Unternehmen auch nachvollziehen, welcher Mitarbeiter sich wie beteiligt.
Der neue Service-Kanal ist aus mehreren Gründen atttraktiv: Das Unternehmen nutzt die kollektive Intelligenz seiner Mitarbeiter und senkt die Servicekosten. Es öffnet sich dem Dialog und gibt dem Unternehmen PR-wirksam ein persönliches Gesicht. Und nicht zu vergessen, die Erfahrungen, die in einem neuen Bereich frühzeitig gesammelt werden.
Best Buy ist einer der Vorreiter im Social Media Bereich. So erreicht z.B. deren Facebook-Auftritt derzeit über 1,1 Mio. Fans [Zum Vergleich in D: Die (gerade erst gelaunchte) Facebook-App von Saturn 'Geh fremd mit der geilsten Technik' erreicht gerade mal 2.600, Conrad Elektronik 1.000 und MediaMarkt 3.100 Fans]. Innerhalb der ersten vier Monate wurden ca. 14.000 Fragen beantwortet, mittlerweile folgen knapp 25.000 Personen dem Serviceaccount. Dazu die BusinessWeek: “This is a sign of things to come over the next year as more companies look to uncover cost savings or serve customers more effectively through leveraging social technology.”
Und hier einer der TV-Spots, mit denen Best Buy diese Initiative bewirbt:
Ausserdem ein Interview mit John Bernier, Social Media Manager bei Best Buy, der die Social Media Strategie erläutert. Mehr Infos z.B. auch bei Tim Krischak.































