Aktuelles in eigener Sache

Case Study Best Buy: ‘Customer Service 3.0 ‘

5. März 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Telefon und Mail – immer noch DIE Instrumente, wenn es um Kundenservice geht. Hier ein interessanter Ansatz von Best Buy, einem der größten US Elektronik-Discounter, der seit Sommer letzten Jahres neue Wege im Online Customer Service geht. Der (etwas sperrige) Name des Projekts: Twelpforce – eine Kombination aus Tw(itter) und (H)elp. Alle Mitarbeiter des Unternehmens können über einen einzigen Twitter-Account Kundenfragen beantworten oder Tipps und Hilfestellungen zu technischen Problemen geben. Aktuell sind es 2.100 Mitarbeiter, die sich beteiligen. Dazu müssen sie sich mit ihrem privaten Twitter-Account via ConnectTweet auf einer Unternehmensseite registrieren, die Antworten werden dann alle unter Twelpforce angezeigt. So kann das Unternehmen auch nachvollziehen, welcher Mitarbeiter sich wie beteiligt.

Der neue Service-Kanal ist aus mehreren Gründen atttraktiv: Das Unternehmen nutzt die kollektive Intelligenz seiner Mitarbeiter und senkt die Servicekosten. Es öffnet sich dem Dialog und gibt dem Unternehmen PR-wirksam ein persönliches Gesicht. Und nicht zu vergessen, die Erfahrungen, die in einem neuen Bereich frühzeitig gesammelt werden.

Best Buy ist einer der Vorreiter im Social Media Bereich. So erreicht z.B. deren Facebook-Auftritt derzeit über 1,1 Mio. Fans [Zum Vergleich in D: Die (gerade erst gelaunchte) Facebook-App von Saturn 'Geh fremd mit der geilsten Technik' erreicht gerade mal 2.600, Conrad Elektronik 1.000 und MediaMarkt 3.100 Fans]. Innerhalb der ersten vier Monate wurden ca. 14.000 Fragen beantwortet, mittlerweile folgen knapp 25.000 Personen dem Serviceaccount. Dazu die BusinessWeek: “This is a sign of things to come over the next year as more companies look to uncover cost savings or serve customers more effectively through leveraging social technology.”

Und hier einer der TV-Spots, mit denen Best Buy diese Initiative bewirbt:

Ausserdem ein Interview mit John Bernier, Social Media Manager bei Best Buy, der die Social Media Strategie erläutert. Mehr Infos z.B. auch bei Tim Krischak.

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Videoportal Hulu: Erfolgsstory 2009

5. Januar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Hulu, der Onlinevideo Service von NBC Universal, News Corp. und Disney, war eine der grossen Erfolgsstorys 2009: Die Site, über die die Medienkonzerne kostenlos eigene Fernsehsendungen und Filme zeigen, verdoppelte letztes Jahr nach eigenen Angaben die Anzahl seiner Nutzer von 22 Mio. im Nov. 2008 auf knapp 44 Mio. im Dez. 2009. Die Anzahl der gesendeten Videos stieg um mehr als 300% auf 924 Mio. Hulu veröffentlicht nicht die Zugriffszahlen für einzelne Shows, wohl aber eine Liste der in 2009 populärsten Shows: Danach wurden Saturday Night Live, Family Guy und The Office am häufigsten angesehen.

Damit erweist sich der Einstieg Disneys im Mai vergangenen Jahres als richtiger Schritt [Mehr über den Einstieg können Sie auch hier nachlesen]. Hulu gilt als Antwort der Fernsehindustrie auf YouTube, ist modern aufgemacht und wird aufgrund seines Premiumcontents von der Werbeindustrie geliebt. Und für Nutzer ist eine Site, auf der alle gängigen Filme zu sehen sind, weit attraktiver als einzelne Websites. Mit monatlich durchschnittlich 93 Mio. Nutzern (+95%) erreicht die Site damit auch weit mehr Leute als z.B. die ältere abc.com, und v.a. auch deutlich jüngere Zielgruppen. Die Aussichten für ein erfolgreiches 2010 sind damit sehr gut!

Hulu

Wikipedia: Einige beeindruckende Kennzahlen

19. Oktober 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Jeder kennt es und für viele ist es die erste Anlaufstelle: Wikipedia – im Januar 2001 gegründete freie Online-Enzyklopädie in mittlerweile 266 Sprachen. Laut aktuellen ComScore-Zahlen ist es weltweit die viertgrößte Website. Allein im Juni diesen Jahres wurden 327 Mio. Besucher gezählt. Ca. 80% des Traffics kommen via Google (da als besonders ‘vertrauenswürdige’ Site eingestuft).

Wikipedia ist ein Kunstwort, das sich aus ‘Wiki’, hawaianisch für ’schnell’ bezeichnete Technik zur kollektiven Erstellung von Internetseiten, und ‘Encyclopedia’, einer der englischen Schreibweisen des Wortes Enzyklopädie, zusammensetzt. Die Artikel der Online-Enzyklopädie werden weltweit von Freiwilligen kollektiv und unentgeltlich erstellt. Bisher haben international etwa 289.000 angemeldete und eine unbekannte Zahl nicht angemeldeter Nutzer zur Wikipedia beigetragen. Mehr als 7000 Autoren arbeiten regelmäßig bei der deutschsprachigen Ausgabe mit (weltweit sind es ca. 100.000 Aktive). Allein die englische Version enthält mehr als 2,9 Mio. Artikel. Betrieben wird die Wikipedia von der Wikimedia Foundation, Inc., einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation mit Sitz in San Francisco, Kalifornien.

Und hier ein Factsheet, zusammengestellt von resourceshelf:

Wikipedia Key Statistics

Weitere ComScore Daten über Wikipedia finden Sie hier.

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charity:water: Erfolgreiches Fundraising online

9. September 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Unsere Website des Monats September – eines der wenigen Beispiele dafür, wie eine Nonprofit-Organisation (NPO) erfolgreich online Fundraising betreibt. charity:water, deren Ziel es ist, Entwicklungsländer mit ausreichend sauberem Trinkwasser zu versorgen, generierte 250.000 US$ an Spenden via Twestival (Motto: Tweet. Meet. Give). Dies ist ein via Twitter organisiertes Social Networking Event, das in über 200 Städten die Twittergemeinde von charity:water zusammenbrachte. Die NPO bringt es auf Twitter auf immerhin über 800.000 Follower; ist allgemein online und auf Social Sites sehr präsent.

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Inwieweit Social Media Sites überhaupt das Potenzial besitzen, ein nennenswertes Spendenaufkommen zu erreichen, wird aber kontrovers diskutiert. Ende April brachte die Washington Post einen kritischen Beitrag und bezog sich dabei insbesondere auf die 2007 gelaunchte Facebook-Applikation ‘Causes‘: Diese wird zwar von 235.000 (!) NPO’s genutzt, letztlich haben laut Angaben der Entwickler jedoch nur drei davon mehr als 100.000 US$ und 88 gerade mal 10.000 US$ an Spenden eingenommen. Knapp 25 Mio. aktive Nutzer haben sich als Unterstützer registriert und die App damit zur drittbeliebtesten Facebook-App gemacht. Weniger als 1%  spenden dann aber auch tatsächlich über die App.

Im September besteht die Organisation drei Jahre. Seither wurden über 10 Mio. US$ von mehr als 60.000 Personen gespendet und damit mehr als 700.000 Leute in 16 Ländern mit sauberem Trinkwasser versorgt. Auch eine aktuelle ‘Birthday Kampagne’ wird massiv über Social Media Seiten wie Facebook, Vimeo oder eben Twitter verbreitet.

Unsere Einschätzung: Natürlich erreichen die Spenden via Social Media Sites derzeit noch nicht das Millionen-Spendenaufkommen über traditionelle Wege wie Direct Mail oder Events. Und werden diese sicher auch nicht ersetzen. Aber ideal ergänzen, da sie kostengünstig, viral und  emotional das Fundraising breiter aufstellen. Und Diversifikation in der heutigen Zeit zu wichtig ist, um diese Möglichkeiten zu ignorieren.

Amazon übernimmt Zappos: Der Konsument im Fokus

27. Juli 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Seth Godin hat recht. Amazon übernimmt Zappos aus gutem Grund für knapp 850 Mio.US$.

Zappos ist einer der führenden reinen Internetplayer im Bereich Customer Service. Schon im März 2006 hatte der Online-Schuhversender eine Wiederholkäufer-Rate von weit über 50%. Jeff Bezos ist klar, zukünftiger eCommerce Erfolg hängt entscheidend davon ab, teuer gewonnene Neukunden langfristig zu binden. Und hier macht Zappos einen exzellenten Job – und ist damit auch eindeutig unsere Website des Monats Juli. Nicht ganz unwichtig war für Amazon sicher auch der Punkt, dass Amazon eine der am schnellsten wachsenden Onlinekategorien nicht dominiert: Der Anteil ‘Bekleidung/Schuhe’ bei Amazon liegt bei knapp 5%, bei Zappos bei über 97% (Nielsen Tracking Data).

Die Details der Übernahme [hier das Amazon Announcement sowie die Zappos CEO-Mitteilung] konnten Sie letzte Woche in zahlreichen Meldungen und Kommentaren lesen (Amazon bezahlt den Kaufpreis mit eigenen Aktien im Wert von 807 Mio. US Dollar sowie mit 40 Mio. US Dollar in bar für die Zappos-Beschäftigten. Diese sollen zudem auch Aktien bekommen).

Daher hier noch ein paar interessante Hintergrundinformationen zu dem von Tony Hsieh 1999 gegründeten und von Sequoia Capital finanzierten Unternehmen:

Laut AbramsResearch ist Zappos das Unternehmen, das Social Media am effizientesten einsetzt, noch vor Obama und CNN. Am bekanntesten sind sicher das Twitterprofil von CEO Tony Hsieh – mit über 1 Mio. Followern – sowie Zappos Facebook Seite mit knapp 19.000 Fans. Beides wichtige Eckpfeiler des Customer Services.

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Zappos eBusiness Profil
Lag die Anzahl der Wiederholkäufer in 2001 noch bei 20,4%, stieg sie in den letzten Jahren um den Faktor 2,5 und lag im März 2006 bei über 50%. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen pro Wiederholkäufer von 1,50 auf 2,66. Aktuelle Nielsen Zahlen belegen, dass Amazon (60 Mio. Unique Users pro Monat) und Zappos (4 Mio.) eine relativ ähnliche Kundenstruktur haben; wobei die Zappos Nutzer eher weiblich (A: 55% und Z: 69%) und etwas jünger sind. Und: Im Juni kauften 77% der Zappos Kunden auch bei Amazon.

Laut Internet Retailer stieg der Umsatz 2008 von 840 Mio. US$ in 07 auf 1 Mrd. US$ (2002 noch bei 32 Mio. US$). Während die Conversion Rates und das durchschnittl. Einkaufsvolumen leicht sanken, stieg die Zahl der Unique Users pro Monat:

ebiz-profile-zappos

Und hier noch Jeff Bezos im Original, der über Amazon und Zappos auf YouTube spricht:

Fazit: Kundenloyalität besitzt einen grossen Einfluss auf den ökonomischen Erfolg eines Unternehmens: Kundenbindung und Wiederholkäufer werden zum ROI-Treiber im eCommerce. Dieser Deal ist das beste Beispiel dafür.

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Blinkx – Eine exzellente Suchmaschine für Videos

19. Juni 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (1)

In Deutschland noch weitgehend unbekannt, ist die weltweit grösste und modernste Suchmaschine für Videos Blinkx in den USA unter den Top 10 Sites Unterhaltung/Multimedia. Gründer und CEO Suranga Chandratillake erhielt im Februar diesen Jahres die Auszeichnung ‘Young Global Leader’ des Weltwirtschaftsforums Davos [Ein hervorragendes Portrait über den Briten brachte Zeit.Online - hier nachzulesen]. Gegründet 2004 und börsennotiert seit Mai 2007 gründet sich der Erfolg auch auf eine grosse Anzahl von Medienpartnerschaften.

Was ist das Besondere an dieser Suchmaschine, die mittlerweite über 35 Mio. Stunden an Bewegtbildinhalten indiziert hat und täglich 7 Mio. Suchanfragen von pro Monat über 70 Mio. Besuchern beantwortet? Ihre überlegene Suchtechnologie: Im Gegensatz zu YouTube zeigt Blinkx an, wo Videos im Internet zu finden sind. Und im Gegensatz zu Google kann dabei kann auch der Inhalt der Videodateien über Sprach- und Bilderkennung ‘gelesen’ werden. Der Vorteil: Präzisere Suchergebnisse und damit passgenauere Platzierung für Werbung. “Taucht im Video beispielsweise der Eiffelturm auf”, erklärt Chandratillake, “ist Blinkx in der Lage, eine Anzeige oder einen Link zu einem Pariser Hotel in Eiffelturm-Nähe dazuzustellen.”

Sucht man bspw. nach Videos über ‘BMW’, erhält man auf Wunsch eine Videowall, die wie hier auch auf eigenen Websites einbettbar ist:

Customized Videowall
Beispiel für eine Trefferliste für das Suchwort ‘BMW’ im Wallpaper-Format, Erste von gefundenen 1187 Seiten
[Klickt man auf ein Bild, landet man auf der jeweiligen Site, auf der das Video zu finden ist, wie eben bei Google auch]

Und so geordnet sehen die Ergebnisse in gewohnter Listenform aus:

ergebnisliste-blinkx

Beispiel für eine Trefferliste für das Suchwort ‘BMW’ in Listenform

Seit Beginn des Jahres setzt das Videoportal auch auf den passiven Fernsehnutzer: Drei Videokanäle ermöglichen es den Usern, sich eigene Playlists zu erstellen. Über den Button ‘inform me’ lassen sich tagesaktuelle Nachrichten abspielen, ‘entertain me’ zeigt Unterhaltendes und über ‘give me’ lässt sich eine individuelle Playlist zusammenstellen.

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Pope2you: Online-Offensive des Vatikans

21. Mai 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Der Name ist Programm: Pope2you – ‘Der Papst kommt zu Dir’. Um mit jungen Leuten in Kontakt zu treten, wo immer sie sich aufhalten. Diesen innovativen ‘Distributionsansatz’ verfolgt die heute gelaunchte Website des Vatikan. Nach Start eines eigenen YouTube Channels im Januar diesen Jahres (auch hier nachzulesen), soll Pope2you weniger eine Destination Site sein, sondern über Dialogangebote in Facebook, eine eigene iPhone App mit Videonews und einem Wiki-Infoangebot den Kontakt mit Jugendlichen ermöglichen. Denn, so der Vatikan: “Die Kirche könne in einer Zeit, in der das Internet bereits nahezu alle Medien bis auf das Fernsehen als Nachrichtenkanal ausgestochen hat, diese Kommunikationsentwicklungen nicht ignorieren. ” Und warum gerade jetzt? Die Site ist die vatikanische Initiative zum Welt-Medientag, den die katholische Kirche am kommenden Sonntag begeht. Das Thema: „Neue Technologien – neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft“.

pope2you-01

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Sprint’s Widget-Overkill: This is NOW

3. April 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (1)

Ein Paradies für Zahlenmenschen: Die Sprint NOW Widget Site stellt ein riesiges Widget-Mosaik zusammen. Was passiert jetzt gerade in diesem Moment? Vom momentanen weltweiten Energieverbrauch, über eine Webcam ins Weisse Haus bis hin zur Zahl aktueller Transplantationen oder der Anzahl aktuell produzierter Eier, Fahrräder und Autos – eine fast unüberschaubare Anzahl Widgets ist zusammengefasst. Eine Mini-Version als Widget für die eigene Homepage  gibt es auch.

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Das Ziel dieses amüsanten Daten-Overkills? Der Telekommunikations-Anbieter Sprint verknüpft mit seinem NOW-Widget geschickt Marke und Produktnutzen. Denn gerade das mobile Internet lebt von der ständigen Aktualisierung der Widgets – ohne einen entsprechenden mobilen Breitband Internetzugang macht das Ganze keinen Spass. Die entsprechenden mobilen Breitbandkarten sind einen Klick weiter online zu kaufen.

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Die wachstumsstärkste deutsche Website? Yasni.de

13. März 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Aktuelle Zahlen von Comscore (Pressemeldung) belegen die Attraktivität von Social Networking Sites: Die Personen-Suchmaschine Yasni ist die am schnellsten wachsende Site in Deutschland. Yasni zeigt an, was im Internet zu einem Namen öffentlich verfügbar ist. Jede Person kann Informationen zu jedem Namen finden.

Comscore ermittelte 530% Trafficsteigerung seit Jan. 08, gefolgt von Facebook.com (465%) und Pennergame (157%). Insgesamt stieg die Zahl der Internetnutzer in Deutschland um 11% auf knapp 37% Unique Visitors an. Zwei Mio. Besucher nutzten Yasni, um sich darüber zu informieren, welche Informationen im Netz über sie zu finden sind.

Comscore: Wachsstumsstärkste deutsche Website Jan08-Jan09

Die meistbesuchten Seiten in absoluten Zahlen waren: Google mit 30,4 Mio. Besuchern, Microsoft (21,9 Mio.) und ProSiebenSat1 (20,1 Mio.).

Comscore: Meistbesuchte deutsche Websites Jan08-Jan09

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‘I Can’ – purchase a Porsche via Mobile

13. Februar 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Porsche liefert ein sensationelles Beispiel dafür, eingefahrenes Marketingdenken aufzubrechen und neue Wege zu gehen.

Einen Sportwagen mobil bewerben? Auf den ersten Blick Widerspruch pur: Der typische Porschefahrer ist in seinen besten Jahren, mobile Handset-User sind jung. Die Einstiegspreise liegen bei 45.000$, typische Produkte, die mobil verkauft werden, sind Spiele und Klingeltöne. Dennoch übertraf eine mobile Kampagne von Porsche Cars North America alle Erwartungen. Wie die US-Branchenzeitschrift AdAge berichtet, war diese 4 Monate eingebettet in eine 18-monatige Affordability Campaign des Herstellers “You can own one, click to see how” or “Can you afford a Porsche? Just say “I can.”

Ergebnis: Mobile steuerte 22% des gesamten Traffics der digitalen Kampagne bei; hatte eine sechs Mal höhere CTR als Online und vermittelte mehr Anrufe an das Call Center. Dabei betrug der Anteil am digitalen Budget gerade mal 10%.

Website des Monats Januar

16. Januar 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Ralph Lauren: m.rugby.com

Shopping rund um die Uhr, auch im stationären Handel? Mobile Tagging macht’s möglich.

Handelskonzerne wie Target, Sears und Wal-Mart, Modehäuser wie Chloè, Dolce&Gabbana und Dior – und viele andere starteten in 2008 mit mCommerce (Über mobi Winner&Sinner konnten Sie Anfang Dez. in unserem Blog lesen). Seit Mitte letzten Jahres stellt uns nun Ralph Lauren die Zukunft des Shoppings vor: m.rugby.com.

Sog. QR-Codes (quasi eine Art Super-Hightech-Barcode) verlinken von Anzeigen, Werbeplakaten etc. auf den mobilen Shop des Labels. Zwei Autoren eines amerikanischen Blogs haben zudem im Schaufenster eines Shops ein interaktives Display entdeckt, das zu den dort präsentierten Artikeln immer auch einen QR-Code zeigte. Interessant, wenn man spätabends am Schaufenster vorbeiläuft … Oder, wenn Ralph Lauren alle Kleidungsstücke mit diesen Codes ausstattet und wir nur das Etikett am T-Shirt einer Freundin mit unserem Handy scannen müssen, um es mobil zu ordern …

In Japan ist Mobile Tagging nicht mehr wegzudenken; einige Studien sehen es nur noch als Frage der Zeit, bis wann sich das Thema auch in Europa durchsetzen kann.

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Its time for a good laugh. Ensuring Quality Comedy with User Generated Content

12. Januar 2009 von Marc Schmitt | Kommentare (0)

Ensuring the quality of a site that features user generated content is a real web 2.0 challenge. FunnyOrDie.com has set itself this challenge within the most difficult of enviroments – comedy. Some of the content is generated by professionals, such as the site owner and its media partners, but much of the content is generated by us, the public. A rating system is used to rank the funnies of the user generated content ensuring that only the funny content survives. This site is a great testament to the quality of user generated content that can be achieved if:

  • there is a clear briefing
  • there is a community of peer reviewers and
  • if there are clearly communicated methods of ranking/judging of content

Not convinced that user generated content can really be funny? Judge for yourslf at www.funnyordie.com

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Website des Monats Dezember

13. Dezember 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Nike+: Anstieg des Marktanteils bei Laufschuhen stieg innerhalb der letzten zwei Jahre von 48% auf 61%. Blueprint für den Aufbau von Brand Loyalty via Social Networking.

Bereits im Juni war Nike+ unsere Website des Monats. Warum nun schon wieder? Ein Artikel in der November Ausgabe der Business Week entfachte eine Expertendiskussion, welchen Anteil Nike’s (ohne Zweifel erfolgreiche) Läufercommunity an diesem Marktanteilsanteilgewinn hat. Da sich diese v.a. an begeisterte, extensive Läufer wendet und deren Anteil an der gesamten Kundenbasis gering sei, bezweifeln einige Analysten einen herausragenden Einfluss. Für die überwiegende Mehrheit stellt die Community jedoch einen Blueprint für den Aufbau von Brand Loyalty via Online Social Networking dar. Auch würde die Popularität der Nike Schuhe erneuert.

Bis dato registrierten begeisterte Läufer mehr als 93 Mio. Meilen auf www.nikeplus.com. Allein im August loggten sich 800.000 Läufer ein, um an einem von Nike gesponsorten 10K Lauf in 25 Städten weltweit teilzunehmen. Nike testet aktuell eine Community für Basketballspieler – Ballers Network, eine Facebook Applikation, die Spieler Real-World Games organisieren und Teams online managen lässt. Auch die Konkurrenz springt auf den Zug auf: Nächstes Jahr soll adidas den Sensor miCoach vorstellen, der Läufern erlaubt, ihre Daten auf eine Website via Handy aufzuspielen. Allerdings – der Weg, um zu Nike aufzuschliessen, ist weit für adidas. An die 93 Mio. Meilen.

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Website 2 des Monats November

6. November 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

www.greenpeace.org
The Realtime NGO

Ein weiteres Beispiel für den konsequenten Einsatz des Social Web bei NGO’s (Non-Governmental Organisations) ist Greenpeace. Hier eine Auswahl ihrer Massnahmen: Greenpeace International Homepage, Blog und TV; Greenpeace on YouTube und in Facebook sowie deren iGoogle Widget.

Dass Greenpeace auch online sehr publicityträchtig auf Kampagnen reagieren kann, beweist das aktuelle Anti-Campaining gegenüber der Kampagne ‘Klimaunterschrift‘ des Energiekonzerns Vattenfall: Mit Vattenfall ins Klimachaos. Gekonnt wird deren Auftritt imitiert und konterkariert. Wir sind gespannt, wie Vattenfall hier reagiert. Ausführlichere Artikel hierzu finden Sie u.a. in den Blogs von Klaus Eck oder Off-the-Record.

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Website 1 des Monats November

5. November 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

www.aerzte-ohne-grenzen.at
Vorbildliche Einbindung von Social Media

Ein Besuch der Seite der internationalen Hilfsorganisation ‘Ärzte ohne Grenzen‘ ist aus vielerlei Hinsicht lohnenswert. Deren Focus: ‘Medizinische Hilfe in den Krisengebieten der Welt’. Für uns interessant ist insbesondere ein Blick auf die Landesseite unserer österreichischen Nachbarn: Die Site nutzt gekonnt innovative Features, um die Nutzer dort zu erreichen, wo sie sich gerade aufhalten. Topaktuell werden Interessierte einerseits über die laufenden Aktivitäten unterrichtet. Andererseits wird natürlich auch versucht, die Spendenbereitschaft gerade junger Zielgruppen zu aktivieren.

Ärzte ohne Grenzen

Die Site setzt innovativ Social Media Sites wie Facebook, Flickr!, Twitter oder YouTube auf ihrer Homepage ein. Ohne dadurch jedoch unübersichtlich zu werden. Mittels Google Earth lassen sich weltweit die aktuellen Einsatzorte der Mitarbeiter heranzoomen. Video und Audio sind überlegt eingesetzt. Über www.emailcharity.com kann sich der Nutzer eine eMail Signatur anlegen und hierüber Spenden für ÄoG sammeln. Verschiedenste Web-Banner sind für den Einsatz auf anderen Websites downloadbar.

Sehr viele Hilfsorganisationen bieten mittlerweile die Möglichkeit, auch online zu spenden. Bei ÄoG können nun aber auch Kleinbeträge per SMS gespendet werden. Noch ist das Gesamtvolumen überschaubar – aber natürlich zählt jede einzelne kleine Spende für Menschen in Not.

Unsere Einschätzung: Interessant zu beobachten, wie intensiv gerade Hilfsorganisationen die neuen Möglichkeiten des Social Web nutzen, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen.

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Visuelles Shoppingerlebnis: Amazon launcht Windowshop

28. Oktober 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Mit der Beta-Version des Windowshops präsentiert Amazon einige seiner neuesten und populärsten Bücher, Filme, Alben und Videospiele in einer rein visuell orientierten Art. Amazon: ‘In a way that makes browsing the online megastore actually fun’. Es gibt keine Suchfunktion, die Navigation erfolgt über die Pfeiltasten des PC. Jedes Produkt beinhaltet ein Demovideo (bei Filmen, Musik und Videospielen) bzw. ein Exzerpt (bei Büchern) und verlinkt direkt auf die jeweilige Produktseite bei amazon.com.

Amazon’s neues Angebot scheint eine Antwort auf attraktive Online-Interfaces wie iTunes oder das Magic Bookshelf der Borders Site zu sein, die die Nutzer zum Stöbern einladen. Bücherfreunde, die gezielt suchen, werden auch zukünftig die amazon.com Seite besuchen. Denn im Moment verliert man sich noch relativ leicht auf der neuen Site.


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Next Travel: Kayak.com

29. September 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Als Google des Reisemarkts katapultierte sich die Reise-Suchmaschine Kayak unter die fünf größten Reise-Websites der USA. Ein interessantes Business-Modell.

Die Reise-Suchmaschine

Die Reise-Suchmaschine

Die September-Ausgabe des US-Magazins Fast Company brachte ein interessantes Portrait der erfolgreichen Reise-Suchmaschine Kayak. Diese ermittelt, wie z.B. auch TravelIQ, innerhalb weniger Sekunden die günstigsten Flüge, Hotels oder Mietwagen. Eigene Produkte werden nicht verkauft. Dank innovativer Features wie Preisalarm oder Preisverlauf können Reisende die Übersicht über die sich ständig ändernden Reisepreise behalten.

Das Business-Modell funktioniert dabei ähnlich Google oder Yahoo: Die Reise-Suchmaschine durchforstet weltweit Reise-Websites und ermittelt den gewünschten Flug bzw. das gesuchte Hotel. “The eureka moment was: What if we focused on giving the airlines leads instead of selling tickets?” Hafner says. They could collect money on a pay-per-click basis, the way Google does, and wouldn’t have the customer-service expenses of Orbitz or Travelocity.” Kayak verdient also an den Leads, wenn Reisende auf die Suchergebnisse klicken. Entwickelt von den Gründern virtueller Reisebüros Orbitz, Travelocity und Expedia, ist die Site nach eigener Aussage profitabel seit August 2007 (1,4 Mio. US$ Gewinn in 2007). Ziel ist, die Web-Destination zur Reiseplanung zu werden. In Deutschland nutzen knapp 34 Mio. Menschen das Netz als Informationsmedium zur Reiseplanung.

Perspektive: Als Mittler zwischen Reisebüros und Reisenden und als schnell wachsender Vertriebskanal für Airlines und Hotels sind die Aussichten auch im heiss umkämpften Reisemarkt sehr gut.

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Website des Monats Juli

8. Juli 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (2)

Samstag abend. Zu spät daran gedacht, einen Tisch zu reservieren? Open Table listet alle verfügbaren Tische im gewünschten Gebiet auf: On the Go Restaurant-Reservierungen mit sofortiger Bestätigung. Lebenswichtig für alle Last-Minute Entscheider; leider nur in USA.

OpenTable Restaurants

Website ansehen unter www.opentable.com

Der Service, über PC und seit kurzem auch über Handy, ist direkt mit den Reservierungssystemen von 8.000 Restaurants in USA und Kanada verbunden. Aber nicht nur Leute, die sich kurzfristig noch einen Tisch sichern wollen, profitieren. Verschiedene Suchkriterien wie ‘Best Overall’, ‘Most Booked’, ‘Best Food’, ‘Romantic’ oder ‘Good for Groups’ machen den Service gerade auch für Reisende interessant. Natürlich kann auch nach Küche, Preis oder Location gesucht werden.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen gibt an, seit Start im Jahr 1999 mehr als 60 Mio. Dinner in 8.000 Restaurants vermittelt zu haben. Entstanden ist dieser Service quasi als ‘Nebenprodukt’, da Open Table Restaurants webbasierte, automatisierte Reservierungs-Systeme anbietet.

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Website des Monats Juni

10. Juni 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (1)

Nike + iPod revolutionieren das Laufen: Weltgrößte Läufercommunity soll Schuhverkauf ankurbeln. Das Konzept funktioniert. Nike und Apple führen sich gegenseitig Kunden zu.

Nike Plus

Nike+ ist eine Kooperation des weltweit größten Sportartikel-Herstellers und Apple: Ein Sensor übermittelt die gelaufene Strecke, die verbrauchten Kalorien und die Geschwindigkeit auf eine Internetseite. Dort kann man seine Ergebnisse mit anderen Läufern teilen. Weltweit gibt es mehr als eine halbe Million Mitglieder aus 160 Ländern; in Deutschland haben sich knapp 25.000 Läufer angemeldet. Bislang sollen 2,5 Mio. Kits verkauft worden sein.

Nike ist damit auf dem Weg zu einem Multimedia-Konzern, der das Internet und moderne Technik nutzt, seine Produkte zu verkaufen und seine Marktführerposition zu verteidigen. Und dabei die Art und Weise verändert, wie Sportschuhe vermarktet werden. Die Strategie geht auf: Der Umsatz stieg um 14%, der Gewinn um 10% im Vergleich zum Vorjahr.

Und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Branchenkenner sind sich sicher, dass der Konzern ähnliche soziale Netzwerke auch für weitere Sportarten entwickelt.

Website ansehen

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Website des Monats Mai

1. Mai 2008 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

www.ikarma.com – Elektronische Imagepflege

iKarma bietet eine Plattform, auf der man “gutes Karma”, sprich gute Bewertungen und Empfehlungen sammeln kann, die sich dann – ähnlich dem Bewertungsprinzip auf eBay – als Sternchen im Benutzerprofil zeigen.

Das Unternehmen mit Sitz in Jupiter, Florida ist spezialisiert auf Online Feedback-Systeme und will Vertrauen und Offenheit in Geschäftsprozessen fördern. Dafür setzt iKarma ganz auf positives Word-of-Mouth Marketing. Kunden bewerten Verkäufer oder Geschäftsleute ihre Partner. Je besser der Verkäufer bewertet ist, so die Idee, desto eher werden die Kunden mit ihm Geschäfte machen wollen.

Elektronische Imagepflege

Website ansehen unter www.ikarma.com

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