Archiv für die Kategorie „Business Models“

Stats: Die Zahlen hinter Google’s ‘Mobile First’

26. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Die Zukunft liegt im mobilen Internet – Mary Meeker von Morgan Stanley brachte es in ihren Internet-Trends 2010 letztes Jahr eindrucksvoll auf den Punkt. Nun liefern sich die grossen Tech- und Telco-Unternehmen ein Wettrüsten um die aussichtsreichsten Positionen im mobilen Markt und nutzten die kürzlich in Barcelona stattgefundene Mobilfunkmesse, ihre Claims abzustecken. Allen voran Google, dessen neue Unternehmens-strategie Eric Schmidt dort plakativ mit ‘Mobile First‘ beschrieb und der seine Keynote mit den Worten begann: “… This [= Mobile World] has become the place to be for all of us in the computer industry …”

Grund: In spätestens drei Jahren würden mehr Smartphones verkauft als Personalcomputer. Zahlen aus Morgan Stanley’s ‘Mobile Internet Report‘ prognostizieren diesen Wendepunkt bereits für 2012. Als weiteren für Google entscheidenden Grund nannte Eric Schmidt die Zunahme von Suchanfragen von unterwegs. In Entwicklungsländern wie Indonesien und Südafrika kämen schon heute die meisten Google-Suchanfragen von mobilen Geräten. Weiter führte der Google-Chef aus, dass die Geschwindigkeit, mit der Nutzer das mobile Web adaptieren, achtmal schneller sei als beim stationären Internet. Hier die entsprechenden Charts aus Morgan Stanley’s ‘Mobile Internet Report‘:

Ergänzend die Zahlen für Deutschland: Laut BITKOM erobern Smartphones auch hierzulande den Massenmarkt. Deren Absatz wird in Deutschland in 2010 um 47% auf 8,2 Mio. Stück zulegen. Damit wird jedes dritte neue Mobiltelefon in diesem Jahr ein Smartphone sein, 2009 war es erst jedes fünfte. Der Umsatz mit den vielseitigen Multimedia-Handys steigt 2010 voraussichtlich um 33% auf 1,5 Mrd.€.

Gleichzeitig boomen auch im Mobilfunk schnelle Internetverbindungen. Anfang 2009 gab es knapp 16 Mio. UMTS-Anschlüsse in Deutschland. Bis Ende 2009 rechnete der Branchenverband mit 22,7 Mio. mobilen Breitbandzugängen (+40%).


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Das deutsche Elektroauto – ein Problem der Marke, nicht der Technik

24. Februar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

Letzte Woche berichtete der Vorstandsvorsitzende der e.on-Energie AG, Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, im Presseclub München über die Erfahrungen des Pilotversuchs mit e-MINIs in München. Dabei wurde klar, dass technisch alle Probleme auf Stromanbieterseite gelöst werden können, da sowieso jeder Haushalt in Deutschland auch über Drehstrom verfügt, der – je nach Absicherung – einen Wagen wie den e-MINI in drei Stunden volltankt. Probleme sieht Professor Maubach lediglich auf der Batterieseite – und auch diese werden seiner Einschätzung nach in den kommenden Jahren gelöst.

Versorgungsprobleme gebe es sowieso keine.  Denn, so rechnete Professor Maubach vor, selbst wenn alle heute in Deutschland fahrenden PKW nicht mehr mit Benzin oder Diesel, sondern mit Strom fahren würden, würde die benötigte Strommenge rund 15% der heute verfügbaren Stromproduktion ausmachen. Kein Problem für die Stromerzeuger, diesen Strom auch in Bälde als sog. Ökostrom anzubieten. Die angepeilte Quote liegt in wenigen Jahren bei 25% der Gesamtproduktion.

Am Rande der Veranstaltung bei einer leckeren Gulaschsuppe offenbarte Professor Maubach aber das wahre Problem mit den Elektroautos. Zumindest aus Sicht der deutschen Autobauer. Denn die würden das E-Mobil erst dann in größeren Stückzahlen anbieten, wenn sicher sei, dass damit mindestens die gleichen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstandards erreicht würden wie mit Otto- und Diesel-getriebenen Autos. „Ein Vorstandsvorsitzender der Autobranche hat mir gesagt: ‚Stellen Sie sich vor, unsere Elektroautos haben reihenweise Pannen, oder es gehen mal Batterien in Rauch auf. Dann vernichte ich Milliardenwerte an unserer Marke’“, berichtete Professor Maubach.

Hersteller wie Tesla (wir berichteten an dieser Stelle, wie E-Autoverkauf hier bereits läuft) Inder wie Tata oder Chinesen wie Beyond Your Dreams haben solche Probleme nicht. Denn sie haben keine tradierten Markenwerte, die sie beschädigen können. „Die testen ihre Autos am Kunden – und in Asien dazu noch mit ganz anderen Sicherheitsauflagen als in Europa“, so Professor Maubach.

Und ein Blick auf die Website verrät, dass BYD bereits sieben Hybrid- und reine E-Modelle am Start hat. Vom reinen Aussehen her würden diese sicher auch bei uns laufen. Folgt man der Argumentation Professor Maubachs, denken die Chinesen gar nicht daran in Europa diese Autos zu verkaufen, bevor sie nicht ausgiebige Markttests in Asien gefahren haben – wenn da mal ein Akkupack abfackelt, gibt das noch keinen PR-GAU. Wenn dann die Technik ausgereift ist, können die Inder und Asiaten diese in die Markenhüllen integrieren, die Ihnen gerade von den amerikanischen und europäischen Autokonzernen mehr oder weniger zu einem Unkostenbeitrag überlassen werden (siehe Landrover, Jaguar oder Volvo). Phantasieanregend auch die Meldungen, dass der Autozulieferer Magna in Graz ein Zentrum für E-Technologie baut – was die Steirer wohl mit Opel vorhatten?

Das Problem der schnellen Durchdringung des deutschen Marktes mit Elektroautos ist also ein Markenproblem und kein technisches. Meldungen, dass BMW an die Einführung einer neuen Marke denkt, machen also auch unter Stromgesichtspunkten durchaus Sinn.

Was ist dran am Hype der lokalen Gutschein-Plattformen?

19. Februar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (1)

Erinnern Sie sich noch an letsbuyit.com? Den Pioneer des Gemeinschaftskaufs, 1999 furios gestartet und 2002 ebenso furios endgültig gescheitert? 2010 scheint einen ähnlichen Hype um lokale Gutschein-Plattformen zu sehen: Hier kommt eine (meist lokale und zeitlich begrenzte) Rabattaktion nur zustande, wenn eine Mindestanzahl an Leuten sich zusammenfindet und für den angebotenen Preis kauft. So wird z.B. ein Restaurantbesuch in München um 50% günstiger, wenn sich 19 Personen finden, die bereit sind, den Rabattpreis von 49€ zu zahlen.

DailyDeal Gutschein Muenchen CUBE

Das Business-Model [LiveShopping+GroupBuying+Local Couponing+Social Networking] scheint so attraktiv zu sein, daß es aktuell eine schier irrwitzige Anzahl an Start-Ups gibt; die sog. Groupon-Klone. Trotzdem (oder gerade deswegen) zeigen sich Investoren sehr interessiert: Kein Lagerbestand, kein Versand; was eine hohe Wirtschaftlichkeit verspricht. Der Nutzer druckt den Coupon aus und geht damit um die Ecke ins nächste Restaurant, die Weinhandlung oder das Spa. Und da die meisten Leistungen Erlebnisse oder Dienstleistungen sind, gibt es ein nahezu unbegrenztes Angebot.

Das Original, das den Hype beflügelte: Groupon.com (Motto: Collective Buying Power). Gegründet im Nov. 2008, profitabel und ausgestattet mit mittlerweile insgesamt 35 Mio. US$ Risikokapital von Accel Partners u.a., ist Groupon mit ca. 2 Mio. Mitgliedern in 27 US Städten die größte Plattform. Für den Nutzer ganz einfach gestrickt: One Deal, One Day, One City. Und durch die zeitliche Restriktion darauf angelegt, Freunde via Social Networking auf das Angebot hinzuweisen. Groupon verlangt eine Provision von den lokalen Anbietern und verspricht im Gegenzug einen Schwung neuer Kunden. Die Umsatzprognose liegt für 2010 bei 100 Mio. US$. Nach Groupon haben im Januar auch die Wettbewerber BuywithMe.com und LivingSocial.com eine Finanzierungsrunde über 5,5 bzw. 5 Mio. US$ bekanntgegeben.

Groupon NY

Und wie sieht’s in Deutschland aus? Seit Anfang Dezember sind hier über 10 Groupon-Klone entstanden. Mittlerweile hat fast jede Großstadt in Deutschland ein entsprechendes Angebot. Die beiden Platzhirsche sind CityDeal (Berlin, Samwers Rocket Internet, Holtzbrinck und Otto eVenture, 4 Mio. €) und DailyDeal (Berlin, Seed-Investor u.a. St. Glänzer), daneben gibt es etliche mehr, u.a. CooleDeals, Heimatpreis oder Übersichtsseiten wie Couponteria [Eine gute Übersicht nachzulesen bei Gruenderszene unter dem Titel 'Clone Wars'].

Das Konzept ist ansprechend und klar: Konsumenten lieben Rabatte. Der Kunde bezahlt, bevor der Anbieter etwas ausgibt. Als Neukundengewinnungsthema also sicher interessant. Doch in der Umsetzung ist die Komplexität für die ‘Dealer’ sehr hoch: Ein starker Vertrieb ist notwendig, um langfristig attraktive Angebote bereithalten zu können. Zudem sind die Einstiegsbarrieren für Wettbewerber ziemlich gering. Es wird also mit Sicherheit eine Marktbereinigung stattfinden und der momentane Hype sich auf ein Normalmaß reduzieren.

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Mobile Shopping Tools – Das Handy als moderne Einkaufshilfe

15. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (1)

Stellen Sie sich folgendes vor: Matthew Tractenberg, … , was recently shopping in a Silicon Valley bookstore, where he picked out five books for a total of $80. Before taking them to the counter, he typed the titles into the Amazon app on his BlackBerry Curve. Amazon had the books for $50 and would not charge sales tax or shipping. He placed the order on the spot and left his small pile of books in the store.

Heather Reed, a mother in Cypress, Tex., is one of those mobile power-shoppers. She uses several apps on her Samsung Moment phone to whittle down her spending. She was recently considering a $29.99 Hot Wheels video game for her son at Wal-Mart. With a quick scan of the bar code, an application called ShopSavvy, found it at Target, just across the freeway, for $19.99. Another app from MyCoupons.com provided a Target coupon that sliced off $10 more. [NYT, 17.Dez. 2009]

Nun ist es sicher nicht allein der Preis, der zukünftig die Hauptrolle spielt. Die beiden Beispiele zeigen aber, in welche Richtung es geht. Entscheidend wird sein, die eigene Marke, die eigenen Angebote und auch Kommunikationsangebote exportier- und einbettbar zu machen. Also dorthin zu gehen, wo auch immer der Nutzer sich aufhält. Und hier bietet das Handy enormes Potential: Es wird zur modernen Einkaufshilfe. Unternehmen müssen sich also langfristig auch von der Idee verabschieden, zentral von einer Website aus den gesamten Kaufentscheidungsprozess lenken zu können. Eine herausragende Website reicht nicht mehr aus, Verbraucher als Kunden halten zu können.

War 2008 das Jahr der mCommerce-Pioniere wie Ralph Lauren, schliesst nun eine Reihe neuer Apps die Lücke zwischen Online-Shopping und Kauf im Laden. Virtuelle Informationen und reale Welt werden miteinander verknüpft und so aufbereitet, dass sie für reale Handlungen zur Verfügung stehen. Dabei ist das Prinzip sehr ähnlich: Der Nutzer fotografiert mit seinem Handy einen Gegenstand oder einen Barcode, die Software auf dem Handy erkennt ihn und liefert die passenden Informationen bzw. ermöglicht den Kauf des Produkts. Hier eine Auswahl interessanter Beispiele:

  • Mobile Shopping Apps: Amazon Memo
    Die neue Shoppping App ermöglicht es dem Nutzer, Bücher von jedem beliebigen Ort aus auf Amazon einzukaufen; alle Funktionen, die online zu nutzen sind (wie 1-Click-Pay oder Prime-Versand), werden auch mobil unterstützt. Highlight der App ist aber die integrierte (Beta-)Funktion Amazon Memo, mit der sich fotografierte Produkte mit den Angeboten aus der Amazon-Produktdatenbank vergleichen lassen. Ein passendes Produkt kann so auch sofort per Handy bestellt werden. Und so funktioniert das Ganze:

    Amazon Memo

  • Mobile Visual Search Technologies: Google Goggles
    Ein ähnliches Prinzip auch bei Google’s Suche per Handykamers: Handy vor eine Flasche Wein halten, Etikett fotografieren und schon erscheinen auf dem Handy alle relevanten Infos wie Preis, Anbaugebiet oder Geschmacksnuancen. Das funktioniert, indem Google Goggles Teile eines Bildes mit den Bildern aus Google Images Search vergleicht. Wird eine Übereinstimmung gefunden, gibt die Anwendung Suchbegriffe und weitere Informationen aus, die sich auf das gefundene Bild beziehen. Goggle erkennt derzeit mehrere Millionen Objekte (dazu zählen Orte, berühmte Kunstwerke, lokale Business-Informationen oder Firmen-Logos) und die dazu passenden Informationen. Noch steckt die Bilderkennung via Handy zwar in den Kinderschuhen, es zeigt aber, welches Potenzial dahinter steckt.
    Google Goggles
  • Barcode Scanning: ShopSavvy
    In Korea und Japan schon seit Jahren etabliert, setzt sich nun auch hierzulande das Scanning von Barcodes mit einem Handy zunehmend durch; seien es EAN-, QR- oder sonstige Codes. Während QR-Codes v.a. dazu eingesetzt werden, die Verbindung zwischen einem Werbemittel / Printmedium und digitaler Information zu schaffen, ermöglichen Scanner wie ShopSavvy, RedLaser oder Avit! den Preisvergleich direkt im Supermarkt oder Laden. Strichcode mit der Kamera lesen lassen und mittels Handy werden Preise transparent und Produkte vergleichbar. ShopSavvy wurde in USA seit Launch im Jahr 2008 bereits mehr als 600.000mal heruntergeladen; durchschittlich werden 100.000 Barcodes täglich (!) gescannt. Eine Herausforderung für jeden Ladenbesitzer! Eine ähnliche Anwendung in D ist z.B. barcoo, die auch Testberichte, Gesundheits- oder Ökoinfos liefern.

    Shop Savvy

Unsere Einschätzung: Auch wenn manch technologische Anwendung noch unausgereift ist – Mobil wird DAS Thema im Bereich Retail. Entscheidend für Unternehmen ist es daher, jetzt die eigenen Ziele im Mobilmarkt abzustecken und eine entsprechende mobile Geschäftsstrategie zu entwickeln.

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Barca : Bayern – 65 : 1

10. Februar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

Deutsche Fußballvereine und ihre Sponsoren nutzen die Vertriebspotenziale von Social-Media-Angeboten wie Facebook nicht. Im europäischen Vergleich der Facebook-Reichweiten liegen die Spitzenteams der Bundesliga weit abgeschlagen. Während der FC Barcelona 1,3 Millionen Fans auf seiner offiziellen Facebook-Seite versammelt, bekennen sich gerade 20.000 Anhänger zum FC Bayern München auf dessen größter Facebook-Seite. Und diese Seite wird nicht einmal von den Bayern selbst, sondern von privaten Nutzern be­trieben. Damit verhalten sich die digitalen Gefolgschaften der beiden Spitzenclubs wie 65 : 1.

Wir haben am vergangenen Wochenende einen umfassenden Snapshot der aktuellen Facebook-Mitgliedschaften gemacht und die Facebook-Auftritte der Vereine in der 1. Bundesliga mit denen der größten spanischen, englischen, italienischen und französischen Clubs verglichen. Das Ergebnis: Spanier, Engländer und Italiener liegen auf dem digitalen Spielfeld weit vorne. Den deutschen Clubs gehen national wie international Reichweite und somit Vertriebs- und Kundenbindungskraft verloren. Dabei ist nichts leichter, als die Emotionalität der Fußballfans in Internet-Freundschaften und diese in Umsätze zu verwandeln.

milan-liverpool

In der Tat nutzen die Clubs wie Barcelona, Liverpool oder AC Milan die eigenen Facebook-Seiten offensiv für Merchandising, Ticketing und auch, um echte – bezahlte – Clubmitgliedschaften zu ver­kaufen. Die Chance mit Millionen Fans weltweit direkt zu kommuni­zieren hat man in keinem anderen Medium. Wir sehen hier große Potenziale gerade für Sponsoren. Es gibt ja auch aus der Offline-Welt sehr gute Beispiele, wie Fußballfans zu Käufern gemacht werden. So hat bspw. die HypoVereinsbank bereits zwischen 2003 und 2005 über 100.000 Bayern-Sparcards gezielt an FC-Bayern-Fans verkauft und damit in nur zwei Jahren 1,7 Mrd. € Anlagevolumen eingesammelt. Vertriebseffekte gehören für immer mehr Sponsoren zu den Hauptargumenten, warum sie überhaupt in Sponsoring investieren. Nur, damit das Logo am Samstag über die Bande huscht, gibt niemand mehr Millionen aus. Reichweiten und Emotionen im Sport müssen in Verkäufe umgewandelt werden. Das geht auf Social-Media-Plattformen sehr gut – hier lassen deutsche Clubs und ihre Wirtschaftspartner derzeit viel Geld auf der virtuellen Tribüne liegen.

Nur drei Vereine der ersten Bundesliga haben (Stand 6. Februar 2010) überhaupt eine offizielle Facebook-Seite: Der HSV (11.000 Facebook-Fans), Hannover 96 (4.000) und Hertha BSC (2.000). Deren Größe ist marginal im Vergleich zu den großen europäischen Clubs wie Barcelona, Liverpool, Real Madrid (jeweils über 1 Million), aber auch Chelsea, AC Milan und Paris Saint Germain (jeweils meh­rere Hundertausend).

hannover-hsv

Wenigstens haben diese drei Vereine offizielle Seiten und machen damit ihre Erfahrungen. Die nach Vereinsmitgliedschaften größten deutschen Vereine Bayern München und Schalke 04 dagegen haben nichts Eigenes. Sieht man sich aber die Zahl der echten Vereinsmitglieder beim FC Bayern München von über 153.000 an, müsste eine offizielle Facebook-Seite der Bayern auch so groß wer­den können wie diejenige von Barcelona.  Denn die Katalanen haben mit 163.000 auch nur 10.000 mehr zahlende Clubmitglieder als die Münchner. Unsere ganz einfache Modellrech­nung: Verkauft man nur jedem 1.000sten der – durchaus erreichbaren – 1,3 Mio. Facebook-Fans der Bayern einen Audi A4, macht 1.300 Autos zu durchschnittlich 35.000 € und einen Umsatz von 45,5 Mio. € Euro für den Bayern-Sponsor Audi.

In den USA sind die Markenartikler weiter. PepsiCo schaltete zum ersten Mal seit 23 Jahren am vergangenen Wochenende keinen TV-Spot während der Endspiel-Übertragung der National Foot­ball League, sondern investierte lieber 20 Mio. US$ in den Ausbau seiner Facebook-Seite.

Hier der ausführliche Vergleich der Facebook-Reichweiten deutscher und europäischer Fußballvereine – ein Klick auf die Grafik und Sie sehen die gesamte pdf-Tabelle:

facebook_fussball_vereine_facebook

aquarius sales ist der neue Geschäftsbereich von aquarius consulting. aquarius sales hat sich darauf spezialisiert, die digitalen Potenziale in Marketing- und Vertriebsprozessen unserer Kunden zu heben.

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Case Study: Mobile Apps für Marken

1. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Smartphone Apps als ‘Gamechanger for Brands’ – so titelte jüngst die englische Directmarketing Association. Kaum eine große Marke verzichtet derzeit auf eine mobile Applikation, um die Marke wortwörtlich in die Hände der Konsumenten zu legen. Hier vier interessante Case Studies aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit gänzlich verschiedenen strategischen Ansätzen. Allein gemeinsam ist der Versuch, dem Konsumenten real-time echten Mehr- bzw. Unterhaltungswert zu bieten und ihn so zur regelmässigen Nutzung zu veranlassen:

  • Barclay Card: Waterslide Extreme
    Erfolgsfaktor: Brandawarness
    Branche: Finance
    Launch: Juli 2009 / Downloads: > 10 Mio. (kostenlos)

Basierend auf der kultigen Waterslide TV-Kampagne entwickelte Barclay ein Rennspiel, das mittlerweile über 10 Mio. Downloads generierte. Unternehmensangaben zufolge downloaden aktuell täglich ca. 40.000 iPhone und iPod Touch Nutzer das Spiel. Legt man die 10 Mio. Downloads mit einer durchschnittlichen Spieldauer von 2,5 Minuten und 4 Sessions pro Spieler zugrunde, korrespondiert dies mit einem durchschnittlichen Brand Engagement von 100 Mio. Minuten. Der Brand Awareness Faktor ist damit ausserordentlich hoch.

Barclay Waterslide

  • Kraft: iFood Assistant
    Erfolgsfaktor: Brand Engagement
    Branche: Lebensmittel
    Launch: Nov. 2008 / 99ct pro Download

Die App überzeugt mit über 7000 Rezepten zum Nachkochen und wird unterstützt von zwei Websites. Doch das ganze kostenpflichtig machen? Diese Grundsatzfrage beantwortete Kraft mit Ja und verlangt 99 ct pro Download, um zum einen eine höhere Wertigkeit zu erzielen und zum anderen In-App-Commerce zu ermöglichen. Eine Demoversion gibt es kostenlos.

Kraft ifood App

  • PizzaHut
    Erfolgsfaktor: Mobile Ordering
    Branche: Fast Food
    Launch: Juli 2009 / Downloads: > 100.000 in den ersten beiden Wochen (kostenlos)

Die App bietet eine originelle Form des Mobile Ordering, in der der Nutzer mit kleinen Spielchen seine Wunschpizza zusammenstellen kann. In drei Monaten nahm das Unternehmen über die Anwendung mehr als 1 Mio. US$ ein. Mehr Infos, inkl. Demovideo, auch hier.

Pizza Hut

  • Benjamin Moore: Ben Colour Capture App
    Erfolgsfaktor: App-Marketing
    Branche: Farbenhersteller
    Launch: Mai 2009 / Downloads: >50.000 (Okt. 09) (kostenlos)

Mit dieser App unterstreicht der Farbenhersteller Benjamin Moore seine Kernkompetenz: Ein beliebiges Bild fotografieren und sofort können die Farben mit dem Moore-Farbsystem gematcht und gespeichert werden. Moore selbst führt den Erfolg dieser App auf ein ausgeklügeltes App-Marketing zurück, das den Launch begleitete.

Paint App

Abschliessend einige Einblicke in einen Markt, der sich laut absatzwirtschaft in einen mobilen Massenmarkt entwickelt und der weltweit Millionen Menschen erreicht. Aktuelle Zahlen der IT-Beratungsgesellschaft Gartner zeigen das Potential: So werden die Downloads aus Application Stores in 2010 4,5 Mrd. übersteigen (87% davon kostenlos). Die Konsumenten werden dafür rund 6,7 Mrd. US$ ausgeben. Die Werbeumsätze werden auf 0,6 Mrd. US$ geschätzt. Die Analysten prognostizieren für 2013 einen weiteren rasanten Anstieg, so dass dann die 21 Mrd. Grenze an Downloads überschritten sein wird.

Gartner App Stores

Sicher ist, das mobile Internet via Handy wird die Kommunikationswelt von morgen maßgeblich prägen. Und gerade Marken profitieren davon, mittels Apps ein modernes ‘Markenuniversum’ mit möglichst vielen Touchpoints zu schaffen.

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Amazon gewinnt am ‘iPad Day’

28. Januar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Selten gab es einen derartigen Hype. Der iPad beherrscht die Schlagzeilen weltweit. Aus Investorensicht machte allerdings Amazon das Rennen und gewann am ‘Day1′ den Kampf gegen das iPad. Amazon’s Börsenwert lag am Ende bei +3%, Apple stieg um 1%. SAI: “This is a long term battle, but Jeff Bezos is probably feeling better than he thought he would today.”

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Back to the Future des Autoverkaufs

25. Januar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

So ähnlich müssen sich Marty McFly und Doc Brown gefühlt haben, als sie zum ersten Mal den DeLorean bestiegen und den Flux Capacitor anwerfen, der sie vom Jahr 1985 ins Jahr 1955 zurückbringen würde. Nur, dass sich an diesem grauen Freitagnachmittag zwei 1,90-Männer zu je gut zwei Doppelzentnern in eine aufgehübschte Lotus Elise quetschen, um sich einige Jahre in die Zukunft zu beamen: Rainer und ich probieren den TESLA Roadster aus. Über das Auto wollen wir an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Denn das ist ausreichend im Web beschrieben. Und wir fahren damit auch nur eine kurze Runde im Nachmittagsverkehr vom TESLA-Laden in der Münchner Blumenstraße runter zur Isar und die Widenmeyerstraße einmal rauf und runter (natürlich nicht, ohne auf einem Abstecher in der Maximilianstraße auf PORSCHE-Jagd zu gehen).  Die wenigen Male, an denen wir Pole Position an der roten Ampel haben und in knapp vier Sekunden von Null auf 100 (psst, nicht weitersagen …) breschen, lassen nur ein Wort als Gesamtfazit der Beschleunigung, des Fahrwerks, des Fahrvergnügens zu: Wahnsinn!

Wer das selbst erleben möchte, wende sich an die freundlichen Leute um Craig Davis vom TESLA-Laden in München und vereinbare eine Probefahrt. Wir empfehlen den Besuch dieses Ladens aber auch all jenen, die wissen wollen, wie Autoverkauf im 3. Jahrtausend von statten geht. Und das geht verblüffend einfach. Man nehme dreierlei: Ein geiles Produkt. Eine gute Story. Eine Website. Mit diesem einfachen Rezept hat TESLA bereits über 2.000 Autos verkauft. Nein, nicht vom flotten Roadster, der es aufgrund der teuren Carbon-Bauweise auf einen Preis von rund € 100.000 und daher nur auf wenige hundert Exemplare weltweit bringt. Vielmehr gehen die Model S genannten Limousinen weg wie warme Semmeln. Wobei dieses Auto frühestens in zwei Jahren bei den stolzen Besitzern stehen wird. Noch gibt es nicht einmal eine Fabrik dafür.

Die späteren Besitzer zahlen derzeit € 4.000 für das Basismodell oder € 30.000 für eines der ersten 1.000 “Signature-Modelle” in Vollausstattung an. Der letztendliche Preis? Sorry, den gibt´s derzeit noch nicht in Euro – in USA wird das Basis-Auto aber (voraussichtlich) $ 57.500 kosten, wobei der amerikanische Staat $ 7.500 sponsert (Auch über die Features des Model S mit der Anmutung eines Maserati Quattroporte lassen wir uns hier nicht aus, TESLA-Chief Designer Franz von Holzhausen zeigt das Auto auf Youtube).

Es überrascht nicht, dass eine Company, deren CEO der Gründer von PayPal ist (und nebenbei mit der Firma SpaceX Raketen im Auftrag der Nasa baut), auf das Internet als Kommunikationsmedium setzt. Dennoch ist die Menge der Marketingmaterialien, die den TESLA-Webauftritt begleiten, erstaunlich. Sie beträgt: Null. Tatsächlich: Nur, weil zufällig noch von der letzten IAA Promo-Zettel in halbem Postkartenformat übrig sind, liegt überhaupt katalogartiges Papier im TESLA-Laden.

Original-Dialog: “Können wir einen der Vorverträge bekommen, um die Bestellung des Model S aufzugeben?” – “Klar, hier drüben steht der Mac, da könnt Ihr Euch gleich registrieren. Ihr überweist dann noch 4.000 Euro und bekommt eine Seriennummer zugeteilt. Das Auto kommt 2012 und bis dahin seid Ihr Teil der TESLA-Community und werdet über alle Fortschritte genauso schnell wie die Angestellten informiert. Wenn Ihr irgendwann keine Lust mehr habt, bekommt Ihr bis drei Monat vor der Auslieferung Euer Geld zurück.”

Auto verkauft.

Marc Ritter TESLA

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Googles mobile Strategy

18. Januar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

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“Das Handy ist der künftige Computer” – Vor dem Hintergrund der letzten Wochen und Monate gewinnt Eric Schmidts vielzitierter Satz nun an Bedeutung. Der Trend zum mobilen Internet birgt enorme Umsatzpotenziale. Und Google tut derzeit einiges, um sich hier eine aussichtsreiche Startposition zu sichern. Zuletzt ging es bei Googles mobilen Maßnahmen Schlag auf Schlag nach dem Motto: Digitale Suche war gestern. Nun geht es darum, digitale Dinge in der realen Welt zu finden – Search for anything, anywhere. Jede einzelne dieser Maßnahmen entspricht dem aggressiven Vorgehen, das man von Google erwartet. Zusammengenommen aber haben sie das Potenzial zu etwas viel Größerem. Brian Sheehan von AdAge spricht gar von einem “game-changer that gives Google a hammer lock on not only mobile search or telephony, but also on the whole integrated process of consumer mobility”.

Googles mobile Maßnahmen seit Oktober letzten Jahres:

  1. Ende Oktober beendet Google die (erst in 2008 geschlossene) Kooperation mit TeleAtlas und bietet mit Google Maps Navigation eine eigene hochfunktionale Navigationslösung kostenlos für alle Android-Handys an [Das Demo-Video auf YouTube ist sehenswert].
  2. Anfang November übernimmt Google für 750 Mio. US$ den mobilen Werbevermarkter Admob mit dem Ziel, die eigene Position im Bereich mobile Advertising zu stärken.
  3. Der Dezember bringt Google Favorite Places, eine QR-basierte Applikation, um sich gegen mobile soziale Netzwerke wie Foursquare oder Yelp zu positionieren. Nutzer können diese Barcodes in lokalen Geschäften mit dem Handy abfotografieren und erhalten sofort Restaurantkritiken oder Coupons.
  4. Im Januar kommt Bewegung in den Handymarkt. Google stellt mit dem Nexus One ein eigenes Handy vor und zeigt, wie ein Android-Handy aussehen kann. Der Start sorgte für ein enormes Echo im Netz. Und ist nicht nur eine Kampfansage an Apple.
  5. Mit der Suchfunktionalität ‘Near me now‘, die ebenfalls im Januar gelauncht wurde, schickt Google sich nun an, lokalen Branchenverzeichnissen das Wasser abzugraben [Hier das Demo-Video]. Denn: Lokale Suchabfragen besitzen auf mobilen Geräten eine weitaus höhere Relevanz als online.

Jede einzelne dieser Maßnahmen beeinflusst eine ganze Branche: Warum sollte ich z.B. ein GPS-Navigationsgerät teuer kaufen, wenn Googles Map Navigation kostenlos angeboten wird? Prompt gab der Aktienkurs von Garmin und Tom-Tom um 16 bzw. 21% nach. Warum sollte ich Bing nutzen, wenn Google mir für das Scannen eines Codes in einem Restaurant 10$ Ermässigung in Aussicht stellt? Das Nexus One ist sicher nicht das Killer-Handy, durch die Integration kostenloser Google-Dienste und einer sehr guten Spracherkennungsfunktion wird es aber sicher etliche Anhänger weltweit finden. D.h. nicht nur Hardware-Hersteller werden umdenken müssen, eine ganze Reihe etablierter Business-Modelle wird so gleichzeitig auf den Prüfstand gestellt.

In der Zusammenschau aller Maßnahmen wird Googles langfristige mobile Strategie sichtbar: Google treibt den Markt des mobilen Internets wie kaum ein anderes Unternehmen voran, wird doch das mobile Internet das stationäre Web in einigen Jahren bei weitem übertreffen. Nochmal Brian Sheehan: “It is an audicious plan to define the benefits of mobility for consumers, in general, and to completely dominate the space that they help consumers create”. Entscheidend: Überall auf diesen Endgeräten mit den kostenlosen Programmen kann Google Werbung platzieren. Und personalisierte Werbung, nun ergänzt um den lokalen Bezug, ist und bleibt Googles Cash Cow.

Google Mobile

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Microsoft’s Dekade der Dominanz

14. Dezember 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Hier ein interessantes Chart des Silicon Alley Insiders: Gemessen an der Marktkapitalisierung steht Microsoft am Ende dieser Dekade da wie zu Beginn – nämlich als größtes Techunternehmen.  Wie aber wird es in zehn Jahren aussehen? Wird Microsoft auch 2019 on Top stehen? Der Markt hat sich verändert, bei den Wachstumsthemen Suche und mobil versucht Microsoft derzeit, Boden gut zu machen. Allerdings ist Microsoft im Vergleich zu den Wettbewerbern sehr breit aufgestellt. Es bleibt auf alle Fälle spannend!

Microsoft Marktkapitalisierung

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Time Inc`s Vision des iTablet: Print-Geschäftsmodell der Zukunft?

9. Dezember 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Es ist nicht das Ende der gedruckten Zeitschriften – aber eine beeindruckende Vision von Time Inc., wie das Zeitschriftenmodell der Zukunft aussehen könnte. Hier das Tablet Demo-Video der US-Zeitschrift Sports Illustrated (Hrsg. Time Inc.):

Die gesamte Oktober 2009 Ausgabe der Sports Illustrated wurde digitalisiert als eine Tablet-Prototypversion, die Videos, Fotos und Texte verknüpft

Hintergrund: Letzte Woche gaben die großen US-Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corporation und Time Inc. ein Joint-Venture bekannt, dessen Ziel es ist, offene Standards ‘for a new Digital Storefront’ zu etablieren. Ähnlich einem Kiosk sollen die Zeitungen und Zeitschriften auf einer einzigen Website online und mobil zu kaufen sein. Erklärtes Ziel: Kontrolle über den Distributionskanal behalten und insbesondere Amazon hindern, seine Position als Gatekeeper zu stärken, der mit seiner Kindle Plattform zunehmend in den Publishingbereich eindringt. Warnendes Beispiel ist ihnen v.a. die Musikindustrie, deren Distributions-Pipeline von Apple via iTunes kontrolliert wird.

Viel wurde im Netz diskutiert und z.B. von einem ‘Hulu for Magazines‘ oder einem ‘iTunes für Zeitschriften‘ gesprochen. Der New Yorker Lifestyle-Verlag Condé Nast hatte bereits letzte Woche eine ähnliche Konzeptstudie für sein Magazin ‘Wired’ vorgelegt – ein sog. iTablet App. [Bzgl. des  iTablet, einer XXL-Version des iPhone, mehren sich ja aktuell die Gerüchte, daß Apple dieses noch in 2010 auf den Markt bringt]. Dem Time-Verlag zufolge soll sein eMagazin-Konzept jedoch völlig unabhängig vom Hersteller auf verschiedensten TabletPC-Plattformen laufen.

Der entscheidende Vorteil eines derartigen Produkts laut ft.com: In einer Fokusgruppe gaben (fast) 100% der Befragten an, hierfür auch bezahlen zu wollen. Damit wäre dann wirklich ein Geschäftsmodell gefunden, um journalistische Inhalte auch online und mobil zu refinanzieren.

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iPhone Apps – der boomende Markt

7. Dezember 2009 von Miriam Badal | Kommentare (0)

Seit Apple das iPhone auf den Markt gebracht und damit einen regelrechten Kult rund um dieses Mobiltelefon ausgelöst hat ist auch ein völlig neuer Markt entstanden – der Markt für Applikationen. Zu Beginn noch etwas unscheinbar, waren es doch nur ein paar wenige hundert Hobby-Entwickler die dem Ruf Apples vor gut einem Jahr gefolgt sind und anfingen mehr oder minder nützliche Applikation zu schreiben. Mittlerweile sind mehr als 125.000 Entwickler bei Apple registriert. Und so kann der stolze Besitzer eines iPhones inzwischen aus rund 85.000 solcher Applikationen, kurz Apps, wählen. Die Apps stehen dem Nutzer über den iTunes Store zum teils kostenlosen, teils kostenpflichtigen Download zur Verfügung. Dabei ist nicht unbedingt die Nützlichkeit der Applikation das Kriterium für Ihren Preis. Besonders beliebte Applikationen sind Spiele, Navigationssysteme und Büroanwendungen. Aber es ist so ziemlich alles an Apps vorhanden was man sich nur vorstellen kann, von Wasserwaage, Kompass über Rasierapparat (der natürlich nicht wirklich rasiert) und Eieruhr.

Und wer verdient so richtig an den unzähligen Applikationen – Apple natürlich! Denn zur Registrierung muss jeder Entwickler einmalig 99 Dollar zahlen (Hilfestellung, Zahlungsabwicklung und Qualitätscheck inklusive). Dann gehen noch weitere 30 Prozent aus den Einnahmen der Downloads an Apple. Der Entwickler erhält immerhin 70 Prozent aus den Einnahmen. Um damit aber wirklich Geld zu verdienen muss er es erst einmal auf die Top-Listen der Apps schaffen und dabei auch noch positive Bewertungen der Nutzer erhalten. Dann, sind wie im Fall von Sophia Teutschler, 27, die den „Tipulator“ (welcher das angemessene Trinkgeld ausrechnet) auch 5-stellige Erlöse möglich.

Rund zwei Milliarden iPhone Apps wurden bisher herunter geladen. AdMob, ein amerikanischer Werbevermarkter (mittlerweile von Google gekauft), schätzt den App Store Umsatz für iPhone und iPod touch auf monatlich rund 200 Millionen Dollar (und zum Vergleich – den Applikationen-Umsatz im Android Markt auf gerade mal 5 Millionen Dollar monatlich – siehe auch die folgende Grafik). Dabei laden sich iPhone-Nutzer laut AdMob monatlich rund zehn Apps herunter; bei den iPod touch Nutzern sind es sogar 18 Apps pro Monat. Im Durchschnitt geben die regelmäßigen Nutzer für die Downloads 9 Dollar im Monat aus. Die Beratungsfirma Strategy Analytics prognostiziert dem Apps-Markt weltweit für 2013 bereits einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar.

Bild: admob.com (Mobile Metrics Report, July 2009)

Bild: admob.com (Mobile Metrics Report, July 2009)

Bei derartigen Zahlen ist das Ergebnis einer von Scout24 und dem Markforschungsinstitut Innofact durchgeführten Trendbefragung vom Oktober 2009 in Deutschland nicht verwunderlich. Hierbei gaben rund 70 Prozent der befragten Onliner an, dass sie bereit wären für mobile Applikationen Geld zu bezahlen, wenn diese Ihnen einen persönlichen Mehrwert bieten.

Ein Markt mit einer goldenen Zukunft also – und dass in einer Branche die seit ihren fetten Boom-Jahren eher mit stagnierenden, wenn nicht gar sinkenden Umsätzen zu kämpfen hat. Apple sei dank!

Quellen: Der Spiegel Heft 45/2009, AdMob, Scout24

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Kindle International: Ein erster (subjektiver) Erfahrungsbericht aus Konsumentensicht

28. Oktober 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Mehr als zwei Jahre dauerte es, bis Amazon’s eBook Reader Kindle endlich international verfügbar war. Natürlich habe ich es gleich bestellt. Für einen begeisterten (und technikaffinen) Leser ist die Idee eines eBook Readers an sich fantastisch. Keine 10kg Bücher mehr im Koffer auf Reisen mitschleppen. Die gesamte Bibliothek immer und überall ‘at your fingertipps’. Die Idee ist klasse. Aber: Um es gleich vornweg zu sagen – der Kindle International ist eine herbe Enttäuschung! Hier ein Statement von Wired, dem eigentlich wenig hinzuzufügen ist: “You bought one of Amazon’s International Kindles and now you regret it. Not only can you not access the web (apart from Wikipedia) but you can’t even buy from Amazon’s full range of Kindle books. Worse, your local newspaper probably isn’t listed, and if it is (NO) , it comes without pictures. And if you want to read your favorite blogs, you’re completely out of luck: Not even the for-pay option is available to you.”

Die Lesequalität ist hervorragend. Neue Bücher sind schnell und einfach geladen (alles preinstalled, kein Vertrag, keine Verbindungskosten), es ist handlich, sieht edel aus und ist sehr sparsam im Batteriebetrieb. Für ein Buch, das von Anfang bis Ende gelesen wird, damit durchaus sehr empfehlenswert. Wenn man allerdings mit Büchern ‘arbeiten’ möchte, ist die Benutzerführung reichlich mühsam. Inhaltsverzeichnisse umfassen oft sechs oder mehr Bildschirmseiten – zu unübersichtlich, zu wenig Infos pro Seite, die Anzeigentechnologie träge. Und nutzt man täglich die Touch-Screens eines Smartphones, etwa das iPhone, oder eines Navigerätes, erscheint einem die Navigation leicht veraltet. Unwillkürlich denkt man zurück an die Anfangszeiten des Web.

Und das Fazit? Um noch einmal Wired zu zitieren: “Clearly the e-book market will need to go through the same pain as the movie and music industries before we customers finally get what we want.”

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Digitaler Lesezauber

14. Oktober 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Wird nach der Plattensammlung auch das Bücherregal digitalisiert?

Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Pforten geöffnet und steht ganz im Zeichen der Digitalisierung: Eine Vielzahl an Veranstaltungen dreht sich dabei allein um das Thema dieser Tage schlechthin, das eBook. Vielfacher Tenor: Sind eBooks ein Fluch oder Segen für die Buchbranche? Strategisch clever startet Amazon just zur Buchmesse den Deutschlandverkauf des Kindle. Jeff Bezos persönlich wendet sich auf der Homepage an die deutschen Nutzer – das tat er vor gut einem Jahr auch in den USA (mehr dazu können Sie hier gerne in unserem Archiv noch einmal nachlesen), um sein elektronisches Lesegerät zu verkaufen.

amazon Kindle Promotion D auf HP

Die Buchbranche (Gesamtumsatz 2008 9,6 Mrd. €; davon Online mehr als 1 Mrd. €) kommt also langsam im digitalen Zeitalter an. Verlage starten eBook-Angebote. Dabei gibt es neben dem Kindle eine ganze Reihe weiterer eBook Reader – erstaunlich wie viele, wie man in einer sehr guten Übersicht bei Spiegel Online sehen kann. Da sind neben bekannten wie etwa dem Sony PRS oder dem iRex etliche aufgelistet, die man eher nicht kennt.

Und wie sehen Prognosen zum Absatz digitaler Bücher aus? In USA dominiert Amazon den Markt und verkauft nach eigenen Angaben bereits rund 10% seiner Bücher digital. Hier eine Aufstellung der FTD und Kircher&Robrecht für D: Aktuell wird zwar der Absatz von eBooks vom Börsenverein des deutschen Buchhandels noch nicht gemessen, ein optimistisches Szenario sieht aber einen Anstieg für Mitte 2011 auf 1,5 Mio. verkaufte eBooks in D voraus; bis Mitte 2015 sollen dann 60 Mio. elektronische Bücher verkauft werden.

Prognostizierter Absatz fuer eBooks

Quelle: FTD, Kirchner+Robrecht

Da sich die Branche aber noch nicht auf einen einheitlichen Kopierschutz geeinigt hat, sieht die Financial Times die Buchbranche in einer ähnlich gefährlichen Situation wie die Musik- und die Filmindustrie: Illegale Tauschbörsen für digitalisierte Buchinhalte umgehen Urheberrechte, Umsätze brechen weg. Eine Herausforderung, für die derzeit noch keine einheitliche Lösung in Sicht ist.

Vor dem Schritt in Richtung Massenmarkt müssen weitere Fragen geklärt werden: Wie sieht z.B. der Ausbau der Sortimente aus (Fachbuch / Belletristik)? Findet der Abverkauf der Bücher v.a. online statt? Wie reagiert der stationäre Handel? Wie schnell findet eine Verknüpfung zwischen mobilen Endgeräten und eBook Readern zum multimedialen Endgerät statt? Digitale Lesegeräte eröffnen auch für Zeitungen und Zeitschriften neue Geschäftsmodelle. Wie können diese erschlossen werden?

Unsere Einschätzung: Der eBook-Markt wird zunehmend interessant. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung ist entscheidend für eine zukunftsfähige Geschäftsstrategie von Verlagen. Denn alle an der Wertschöpfung Beteiligten (Gerätehersteller, Inhaltelieferanten, Vertrieb) haben noch einiges an Arbeit vor sich, um den Leser von den Vorzügen des digitalen Lesezaubers zu überzeugen.

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US Newspaper Online Business: Höhere Reichweite bei sinkenden Erlösen

2. September 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Laut Nielsen Netview besuchten im Juni 2009 mehr als 70 Mio. US Internetnutzer die Websites US amerikanischer Zeitungen. Im Durchschnitt kam ein Besucher 8,5 mal auf eine Site und verbrachte dort gute 38 min. Hier eine Zusammenstellung von eMarketer:

us-newspaper-websites-nutzung

Dass Print bei Konsumenten immer noch sehr glaubwürdig ist, stellt John F. Sturm, Präsident und CEO der amerikanischen Newspaper Association of America (NAA) in den Vordergrund: “The newspaper audience continues to expand as publishers aggressively capitalize on their investments in digital properties, adding robust features and launching new products to attract a highly valuable consumer audience. Advertisers who want to reach consumers ready to make purchasing decisions continue to use the trusted newspaper brand to ensure their messages are heard through the crowd.” 41% der amerikanischen Konsumenten nannten Printanzeigen als erste Anlaufstelle für Werbung.

advertising-glaubwurdigkeit-usa

Laut NAA sanken die Online-Werbeerlöse im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 13,4%. Dieser Verlust ist jedoch weitaus besser als die um insgesamt 28,3% gesunkenen Werbeeinnahmen (Print+Online).

us-newspaper-online-revenues

1-800-Flowers: Exzellenter Multichannel-Mix

29. Juli 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

1-800-flowers verkauft dort, wo sich seine Nutzer aufhalten. Der weltgrösste Blumen- und Geschenkeversand verabschiedete sich schon vor langem von der Idee einer Destination-Website und setzt konsequent auf eine grösstmögliche Distribution seines Contents stationär (1.500 Franchise Stores), via 24h Telefonhotline, online und mobil.

Erster eComm-Shop in Facebook
Ohne Facebook verlassen zu müssen, können registrierte Nutzer auf der 1-800-Flowers Facebook Seite Blumengrüsse verschicken. Der gesamte Bestellprozess findet in Facebook statt. Wer sich als neuer Fan einträgt, bekommt einen Rabatt-Gutschein. [Hier die Pressemeldung]

1-800-flowers-auf-facebook

Videoshopping Widgets
Nutzer können den gesamten Bestellprozess auch in Rich Media Bannern abwickeln und müssen die gerade besuchte Website dazu nicht verlassen. Gestartet im Mai als Muttertags-Kampagne, erwies sich diese als ausserordentlich erfolgreich. Laut eigenen Aussagen stiegen die Verkäufe um 41% im Vergleich zu herkömmlichen Werbebannern. [Hier eine ausführliche Case Study]

1-800-flowers-videoshopping-widget

Mobile App Storefronts
Bereits 2006 wurde eine erste mobile Site gelaucht. Während der letzten drei Jahre optimierte man diesen zusätzlichen Shoppingkanal und zielt damit laut Web Marketing Leiter Kevin Ranford auf die ‘On-the-Go’ und ‘Last-Minute-Shopper’.

1-800-flowers-iphone-app

Bereits 1992 (!) begann 1-800-Flowers.com.INC seine Produkte via CompuServe zu vermarkten, launchte 1995 seine erste eigene Website und erweiterte die Onlinepräsenz v.a. über strategische Partnerschaften und ein immenses Affiliate-Programm (u.a. Martha Stewart Boutique). Und ist bis heute einer der innovativsten eCommerce Anbieter weltweit: “Providing our customers with the best and easiest way to shop for gifts no matter where they are is a key driver for us,” so Jim McCann, CEO und Gründer. Der Umsatz der börsennotierten Company lag 2008 bei 919 Mio. US$.

Adidas.TV mit cleverem Distributionskonzept

11. März 2009 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Erneut startet eine grosse Marke ein eigenes TV-Channel Konzept: Adidas.TV. Interessant: Adidas geht dorthin, wo sich die Nutzer aufhalten. Ein vielversprechender Ansatz.

Nach dem kürzlichen Aus des glücklosen Bud TV’s, das junge Männer auf seine (hinter einer Altersverifikation gelegenen) ‘Destination’-Website ziehen und möglichst lange dort halten wollte, wählte Adidas einen vollkommen anderen Ansatz: Eine Video-Distributions Plattform, die konsequent auf eine grösstmögliche Distribution des Contents online und mobil setzt. Die Inhalte können auf 25 Networking Sites, in Blogs und v.a. auch mobil exportiert werden: “The point is less about getting people to the site, it’s more about getting the content to the people.”

Die Videos haben einen klaren Produktbezug mit einem stark werblichen Charakter. Ein klarer Focus, kein krampfhaftes Suchen nach redaktionellem Content, der mit Werbung unterfüttert wird. Die Videos sind eigenproduziert und werden in diesem ‘Video-Hub’ gebündelt. Adidas ist damit ein grossartiges Brandingtool gelungen. Interessant zu beobachten, wie es sich z.B. gegenüber Nike’s Community Ansatz entwickelt.

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Private TV-Sender wollen Online-Videoboom kapitalisieren

18. Februar 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Kaum zu glauben: Nach aktuellen ComScore Zahlen sahen vergangenen Dezember 28 Mio. Online Video Nutzer (+10% im Vgl. zu 12/2007) in Deutschland mehr als drei Mrd. Videos! Das bedeutet, jeder Video Nutzer sah im Durchschnitt 119 Videos oder durchschnittlich vier Videos pro Tag. Insgesamt nutzen 77% der deutschen Onliner Videos. Google verteidigt dabei mit YouTube seinen Spitzenplatz: 51% aller Videos werden auf den Google Sites von 19 Mio. Menschen angesehen. Auf den Plätzen folgen nach Nutzern die Universal Music Group mit 8,6 Mio., die ProSiebenSat1 Sites mit 6,5 Mio. sowie die RTL Group Sites mit 4,1 Mio. Nutzern.

ComScore: Videonutzung in D nach Unique Usern Dez. 2008

Gerade für TV-Sender stellt sich zunehmend die Frage nach Kapitalisierungsmöglichkeiten. ProSiebenSat1 verfolgt nun mit einem neuen Online Mediacenter einen interessanten Ansatz und bündelt alle Online-Videos zu den eigenen Formaten in einem Videoportal: Die eigenen Formate, zu denen ProSieben also alle Rechte hat, sind über eine Zeitleiste sortiert online abrufbar – mit PreRoll-Spot der Telekom und gegen Aufpreis von 0,99€ je Teilfolge. Bisher waren die Bewegtbildinhalte über verschiedene Sites und Bereich verstreut. ProSieben verfolgt damit einen ähnlichen Weg wie RTL, das seine Inhalte unter RTL now bündelt und nach 7 Tagen einen Preis von 1€ pro Folge verlangt.

ProSiebenSat 1 Videoportal

In search of a business model? Merchandising to pay for online content

22. Dezember 2008 von Marc Schmitt | Kommentare (0)

As has been stated in our trends for 2009, in todays marketplace it is becoming vital to have a viable business model that generates cash quickly in order to finance new online ventures. The changed credit markets have made it increasingly difficult to find venture capital, convice investors or bank managers.

Well the humble T-Shirt has been giving such a life saving revenue stream to some platforms (see wired.com). As it is difficult to get the general public to pay for content the idea may even be adoptable as a business model for new content platforms, however the content still has to be able to electrify the target group. Mixing eCommerce with content is not really to be such an innovative idea. Many band sites have eCommerce stores at their core and the profits generated there are reinvested in content. Magazines that have considerable online content often incorporate stores to try to generate additional revenue online (see monocle.com). Well while it might not be revolutionary, it may still be a way to consider in your business model. However, please don’t expect us to start selling T-Shirts soon.

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Website des Monats Dezember

13. Dezember 2008 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Nike+: Anstieg des Marktanteils bei Laufschuhen stieg innerhalb der letzten zwei Jahre von 48% auf 61%. Blueprint für den Aufbau von Brand Loyalty via Social Networking.

Bereits im Juni war Nike+ unsere Website des Monats. Warum nun schon wieder? Ein Artikel in der November Ausgabe der Business Week entfachte eine Expertendiskussion, welchen Anteil Nike’s (ohne Zweifel erfolgreiche) Läufercommunity an diesem Marktanteilsanteilgewinn hat. Da sich diese v.a. an begeisterte, extensive Läufer wendet und deren Anteil an der gesamten Kundenbasis gering sei, bezweifeln einige Analysten einen herausragenden Einfluss. Für die überwiegende Mehrheit stellt die Community jedoch einen Blueprint für den Aufbau von Brand Loyalty via Online Social Networking dar. Auch würde die Popularität der Nike Schuhe erneuert.

Bis dato registrierten begeisterte Läufer mehr als 93 Mio. Meilen auf www.nikeplus.com. Allein im August loggten sich 800.000 Läufer ein, um an einem von Nike gesponsorten 10K Lauf in 25 Städten weltweit teilzunehmen. Nike testet aktuell eine Community für Basketballspieler – Ballers Network, eine Facebook Applikation, die Spieler Real-World Games organisieren und Teams online managen lässt. Auch die Konkurrenz springt auf den Zug auf: Nächstes Jahr soll adidas den Sensor miCoach vorstellen, der Läufern erlaubt, ihre Daten auf eine Website via Handy aufzuspielen. Allerdings – der Weg, um zu Nike aufzuschliessen, ist weit für adidas. An die 93 Mio. Meilen.

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