Online Werbung in D und USA gestiegen, Klassik verliert
19. Mai 2009 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)Die Stärken digitaler Werbung überzeugen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Wie aktuelle Zahlen belegen, stiegen sowohl in Deutschland als auch in USA die Ausgaben für Online-Werbung, während der klassische Werbemarkt schrumpfte.
In USA stiegen die Ausgaben für Online Advertising in Q4/2008 um plus 7% , was sogar noch über dem Jahresmittel von +4,6% liegt. Alle anderen Medien schrumpften im IV. Quartal noch stärker als ohnehin schon. Hier die Zahlen der TNS Media Intelligence im Überblick: Demnach sanken die Gesamt-Werbeausgaben in USA in Q4 um 9,2% (Gesamt 2008: -4,1%). TV Media verlor 5,1% (Jahresmittel: -0,1%), Magazine Media -13,9% (Jahresmittel: -7,5%) und Neswpaper Media gar 16,5% (Verlust im Jahresmitte: -11,8%).

Quelle: TNS Media Intelligence, Daten Internet ohne Suchmaschinenmarketing
Auch in Deutschland steigen die Online Budgets: Hierzulande wurde laut BITKOM klassische Online-Werbung im Wert von 340 Mio.€ in Q1/2009 geschaltet. Dies entspricht einem Plus von 11% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die wichtigsten Werbekunden sind erneut Telekommunikationsanbieter und Betreiber von Onlinediensten. Mit gut 86 Mio.€ steuern sie im ersten Quartal 2009 den größten Anteil zum Online-Werbemarkt bei. Zu den Top-Fünf-Werbern zählen außerdem die Unternehmen der Touristik- und Gastronomiesparte mit einem Online-Werbebudget von insgesamt 46,1 Mio.€, Entertainment- und Medienunternehmen mit 43,5 Mio.€, Handel und Versandhäuser mit 41,6 Mio.€ sowie die Finanzwirtschaft mit 40,6 Mio.€.

Quelle: BITKOM, Daten ohne Suchmaschinenmarketing
Und das Wachstum soll anhalten: Laut einer Einschätzung der OVK-Experten im BVDW (03/2009) wird der gesamte deutsche Online-Werbemarkt (inkl. Suchmaschinenmarketing) 2009 auf 4 Mrd.€ (+10% im Vergleich zu 2008) wachsen. Damit würde die Online-Werbung entgegen aller Trends in anderen Wirtschafsbranchen die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre weiter schreiben, wenn auch auf geringerem Niveau.






