Aquarius Asia: Great Opening to new Dimensions

10. März 2010 von Marc Finsterlin | Kommentare (0)

March 2nd, the opening of our new office took place. It’s been a successful and entertaining party with our clients, friends and supporters in the first half year of Aquarius in Asian’s world city Hong Kong. This is the next significant step for Aquarius in Asia Pacific.

We moved to our new, bigger, perfectly connected and inspiring office in Hong Kong’s SoHo district, in Central, right between the financial district and artist stripe. We are now part of an inspiring mixture of all kinds of cultures, nationalities and social clusters.

Currently, we have a team of ten fix people, freshly extended by three Hong Kong locals speaking Cantonese and Mandarin with all more than ten years of digital experience  through working with global brands in Asia Pacific. They’ve all worked years in well-known multi-national and global agencies on regional accounts.

We are now well-prepared to follow our goal: Assisting multi-national Western companies, but also strong regional players to leverage their digital potential in the Asian Pacific region. Therefore, we benefit from our long experience in digital projects throughout all kinds of industries, our close relationship to our mother company Aquarius in Munich, and our deep understanding of the Asian market and target group.

Aquarius Asia is your digital partner in Asia Pacific with global expertise, European standards, and local competence. Marc Finsterlin, Managing Partner, and his team is pleased to hear from you.

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Stats: Watch the Internet spread around the World – Internetnutzung 1998-2008

8. März 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Hier ein interaktives Chart von BBC News, das das Wachstum des Internets weltweit im Vergleich zeigt. Länder mit einer relevanten Internetnutzung konnte man 1998 (fast) noch an einer Hand abzählen: USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Island, Niederlande, Schweiz, Dänemark und Schweden.

Bewegt man den Cursor weiter nach rechts, sieht man, wie schnell die Adaption des Internets in Westeuropa fortschritt: 2005 waren in den meisten europäischen Ländern schon 31% der Bevölkerung online. Sehr gut zu sehen auch die digitale Schere: In Afrika sind die Zahlen immer noch sehr niedrig.

Watch the Internet spread around the world here!


Case Study Best Buy: ‘Customer Service 3.0 ‘

5. März 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Telefon und Mail – immer noch DIE Instrumente, wenn es um Kundenservice geht. Hier ein interessanter Ansatz von Best Buy, einem der größten US Elektronik-Discounter, der seit Sommer letzten Jahres neue Wege im Online Customer Service geht. Der (etwas sperrige) Name des Projekts: Twelpforce – eine Kombination aus Tw(itter) und (H)elp. Alle Mitarbeiter des Unternehmens können über einen einzigen Twitter-Account Kundenfragen beantworten oder Tipps und Hilfestellungen zu technischen Problemen geben. Aktuell sind es 2.100 Mitarbeiter, die sich beteiligen. Dazu müssen sie sich mit ihrem privaten Twitter-Account via ConnectTweet auf einer Unternehmensseite registrieren, die Antworten werden dann alle unter Twelpforce angezeigt. So kann das Unternehmen auch nachvollziehen, welcher Mitarbeiter sich wie beteiligt.

Der neue Service-Kanal ist aus mehreren Gründen atttraktiv: Das Unternehmen nutzt die kollektive Intelligenz seiner Mitarbeiter und senkt die Servicekosten. Es öffnet sich dem Dialog und gibt dem Unternehmen PR-wirksam ein persönliches Gesicht. Und nicht zu vergessen, die Erfahrungen, die in einem neuen Bereich frühzeitig gesammelt werden.

Best Buy ist einer der Vorreiter im Social Media Bereich. So erreicht z.B. deren Facebook-Auftritt derzeit über 1,1 Mio. Fans [Zum Vergleich in D: Die (gerade erst gelaunchte) Facebook-App von Saturn 'Geh fremd mit der geilsten Technik' erreicht gerade mal 2.600, Conrad Elektronik 1.000 und MediaMarkt 3.100 Fans]. Innerhalb der ersten vier Monate wurden ca. 14.000 Fragen beantwortet, mittlerweile folgen knapp 25.000 Personen dem Serviceaccount. Dazu die BusinessWeek: “This is a sign of things to come over the next year as more companies look to uncover cost savings or serve customers more effectively through leveraging social technology.”

Und hier einer der TV-Spots, mit denen Best Buy diese Initiative bewirbt:

Ausserdem ein Interview mit John Bernier, Social Media Manager bei Best Buy, der die Social Media Strategie erläutert. Mehr Infos z.B. auch bei Tim Krischak.

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CRM meets Social Media: Wie wir zwitschernd schneller und besser arbeiten werden

3. März 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

Für die meisten deutschen Manager, die zum ersten Mal ein CRM Tool sehen, brechen Welten zusammen. Kundendaten intern teilen? Prozesse in Verkaufsverhandlungen anderen zugänglich machen? Wie bitte, den eigenen Kollegen in der gleichen Firma? Noch herrscht in den Konzernen – und auch in mittleren Unternehmen – der Hang zum Herrschaftswissen. „Kollaboration“ ist ein nicht nur historisch belastetes Wort.

CRM Systeme wie Salesforce.com, SugarCRM, vTiger, Update und Microsoft Dynamics CRM (und zig weitere gibt es natürlich auch) tun aber nichts anderes: Sie sind „collaboration tools“ – viel mehr als nur Kundendatenbanken. Dadurch, dass sie – wenn ihr Potenzial genutzt werden soll – unternehmensweit ausgerollt werden, haben sie eine wesentliche Funktionserweiterung erfahren: Der Zweck eines CRM Systems ist nicht mehr nur die namensgebende Funktion, mit den Kunden eine Beziehung zu pflegen und diese digital darzustellen. Vielmehr setzt ein CRM-System den einzelnen Kollegen mit dem Collaborator – dem Mit-Arbeiter im eigentlichen und nicht im hierarchischen Sinn – in neue, manchmal ungeahnte Beziehungen.

Wir nehmen solche Aha-Situationen befriedigt zur Kenntnis, wenn wir in CRM-Projekt-Workshops zwei Manager unterschiedlicher Business Units ganz beiläufig darauf bringen, dass sie doch beide in der vergangenen Woche Herrn Müller von der Meier AG angerufen haben, um ihm das gleiche Produkt zu unterschiedlichen Konditionen zu verkaufen. Dann verstehen auch die schlimmsten Visitenkartenstapler den tiefen Sinn eines CRM-Systems.

Die nächste Stufe ist bereits gezündet: Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir unser komplettes Firmen-Leben im CRM-System abbilden können. Beispiel: Marktführer Salesforce.com hat vor einigen Monaten die Applikation Salceforce Chatter gelauncht, Sugar CRM bietet entsprechende Add-Ins, die anderen Systeme werden sicher bald damit aufwarten. Das Ziel: Die Techniken des sog. Web 2.0, namentlich die Funktionalitäten der Social-Media-Websites Facebook und Twitter, ins CRM und somit ins Unternehmen holen.

Ein (trotz der nervigen US-Präsentatorenstimme) sehenswertes Unternehmensvideo findet sich hier auf YouTube. Besonders nette Idee ist das „Private Corporate Directory“ – also das private Geschäftstelefonbuch.  Das sieht aus wie ein Xing – und ermöglicht über die „Follow“-Funktion gleich auch interne Fangemeinden aufzubauen sowie sich zu besonderem Wissen (und Nichtwissen!) zu bekennen. Diese Transparenz wird den Umgang der Menschen innerhalb einer Firma nachhaltig verändern. Nein, wir meinen hier nicht die Frage „Warum hat Susi aus der Buchhaltung seit der letzten Weihnachtsfeier so viele neue Follower?“ Wir meinen, dass hier Zusammenarbeit und Wissensteilung die Unternehmen, die auf solche Systeme setzen, wesentlich schneller wachsen lassen werden also solche, die das Wissen und die Kontakte ihrer Mitarbeiter auf Festplatten und Servern – oder gar zwischen Aktendeckeln verstecken.

aquarius sales hebt für Kunden die Potenziale in digitalen Vertriebsprozessen. Dazu gehört der Einsatz von CRM-Systemen. Fragen Sie Marc Ritter.

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Must-Have Accessoire der Zukunft: Shopping Apps für Trendsetterinnen

1. März 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Schon das Internet hat die Modebranche verändert wie kaum eine andere. Beispiel Burberry: Die Modenschauen von Burberry werden im Internet übertragen, die erste kürzlich sogar in 3D via Public Viewings in Großstädten. Parallel können die Zuschauer Kommentare auf Facebook (über 900.000 Fans) oder Twitter (über 15.000 Follower) austauschen. Zudem hat Burberry mit Art of the Trench eine absolute Cutting-Edge-Site, die auf soziale Elemente setzt. HUGO BOSS hat für die Berliner Fashionshows Models via Facebook (über 230.000 Fans) gecastet; Benetton (über 9.000 Fans) sucht über den gleichen Weg Models für die nächste Kampagne. Louis Vuitton bietet mit Mon Monogram seinen Kunden die Möglichkeit, personalisierte Taschen zu gestalten. Zudem brachte das Internet gerade im Modebereich eine Reihe interessanter, neuer Geschäftsmodelle (z.B. ShoppingClubs, Social- oder LiveShopping).

Und nun wird Mobil DAS Thema im Modebereich: Zahlreiche Fashion Apps wie Condè Nast’s Style.com (bisher knapp 500.000 Downloads), HUGO BOSS, Gucci, Chanel oder der D&G Fashion Channel bieten die Möglichkeit, unterwegs die aktuellsten Modenschauen anzusehen oder brandaktuelle Fashionnews zu bekommen. Der nächste Schritt, der die Herzen vielbeschäftigter Fashionistas höher schlagen lässt: Exklusive Shopping Apps als das Accessoire der Zukunft. Hier zwei aktuelle Beispiele aus den USA:

Case 1 – Bergdorf Goodman’s ‘Shoe Salon App‘: Das renommierte New Yorker Luxuskaufhaus steigt mit einem Live-Shoppingkonzept in den mobilen Commerce ein und bietet nach dem Motto “One Pair of Shoes a Day” jeden Tag ein Paar exklusive Schuhe an. Das Ganze verknüpft mit den hauseigenen Facebook (über 17.000 Fans) und Twitterseiten (2.000 Follower). Bergdorf, die mit dieser App eine junge Zielgruppe ansprechen möchten, “sees the app partially as a sales tool, and are also focused on broadening awareness of the Shoe Salon, one of the most important categories Bergdorf Goodman is known for.” Denn die Zielgruppe, die Schuhe für 800$ aufwärts via Handy kauft, dürfte zumindest im Moment noch begrenzt sein. Aber, führt Ginger Reeder, VP Corporate Communications, weiter aus, “Mobile technology and the iPhone in particular are becoming more and more integral to consumers’ daily life, so we believe it’s important for fashion brands to connect with customers wherever they are. … We know our audience is active with mobile marketing given that a growing number already access our site via their mobile device every day.”

Case 2 – Vogue Stylist App: Die kostenlose App aus dem Hause Condè Nast ist Styling- und Shopping-Tool in einem: Die Nutzerinnen können einen der Toptrends, von Vogue vorgeschlagen, auswählen und Fotos eigener Garderobe oder Werbefotos hochladen. Daraus macht Vogue dann stylishe Outfits nach den aktuellsten Trends. Der Dreh, der Werber erfreut: Vogue stylt die Outfits ausschliesslich mit Produkten ihrer Werbekunden. Und leitet weiter auf die entsprechende Retail-Site, auf der die Produkte sofort gekauft werden können. Gleichzeitig können die Outfits auf Facebook geladen und mit Freundinnen diskutiert werden. Die App startete mit 91 Marken und über 600 Produkten (u.a. Gucci, Hudson Jeans, Longchamps Paris oder Valentino). Im Fokus auch hier die junge Generation: “The younger generation that’s coming up is all about putting things up. Uploading is what they want to do, rather than just downloading.”

Hier ein Video des Wall Street Journals über die App:

Vogue Stylist turns ads into Shopping Links (WSJ)

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Stats: Die Zahlen hinter Google’s ‘Mobile First’

26. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Die Zukunft liegt im mobilen Internet – Mary Meeker von Morgan Stanley brachte es in ihren Internet-Trends 2010 letztes Jahr eindrucksvoll auf den Punkt. Nun liefern sich die grossen Tech- und Telco-Unternehmen ein Wettrüsten um die aussichtsreichsten Positionen im mobilen Markt und nutzten die kürzlich in Barcelona stattgefundene Mobilfunkmesse, ihre Claims abzustecken. Allen voran Google, dessen neue Unternehmens-strategie Eric Schmidt dort plakativ mit ‘Mobile First‘ beschrieb und der seine Keynote mit den Worten begann: “… This [= Mobile World] has become the place to be for all of us in the computer industry …”

Grund: In spätestens drei Jahren würden mehr Smartphones verkauft als Personalcomputer. Zahlen aus Morgan Stanley’s ‘Mobile Internet Report‘ prognostizieren diesen Wendepunkt bereits für 2012. Als weiteren für Google entscheidenden Grund nannte Eric Schmidt die Zunahme von Suchanfragen von unterwegs. In Entwicklungsländern wie Indonesien und Südafrika kämen schon heute die meisten Google-Suchanfragen von mobilen Geräten. Weiter führte der Google-Chef aus, dass die Geschwindigkeit, mit der Nutzer das mobile Web adaptieren, achtmal schneller sei als beim stationären Internet. Hier die entsprechenden Charts aus Morgan Stanley’s ‘Mobile Internet Report‘:

Ergänzend die Zahlen für Deutschland: Laut BITKOM erobern Smartphones auch hierzulande den Massenmarkt. Deren Absatz wird in Deutschland in 2010 um 47% auf 8,2 Mio. Stück zulegen. Damit wird jedes dritte neue Mobiltelefon in diesem Jahr ein Smartphone sein, 2009 war es erst jedes fünfte. Der Umsatz mit den vielseitigen Multimedia-Handys steigt 2010 voraussichtlich um 33% auf 1,5 Mrd.€.

Gleichzeitig boomen auch im Mobilfunk schnelle Internetverbindungen. Anfang 2009 gab es knapp 16 Mio. UMTS-Anschlüsse in Deutschland. Bis Ende 2009 rechnete der Branchenverband mit 22,7 Mio. mobilen Breitbandzugängen (+40%).


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Das deutsche Elektroauto – ein Problem der Marke, nicht der Technik

24. Februar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

Letzte Woche berichtete der Vorstandsvorsitzende der e.on-Energie AG, Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, im Presseclub München über die Erfahrungen des Pilotversuchs mit e-MINIs in München. Dabei wurde klar, dass technisch alle Probleme auf Stromanbieterseite gelöst werden können, da sowieso jeder Haushalt in Deutschland auch über Drehstrom verfügt, der – je nach Absicherung – einen Wagen wie den e-MINI in drei Stunden volltankt. Probleme sieht Professor Maubach lediglich auf der Batterieseite – und auch diese werden seiner Einschätzung nach in den kommenden Jahren gelöst.

Versorgungsprobleme gebe es sowieso keine.  Denn, so rechnete Professor Maubach vor, selbst wenn alle heute in Deutschland fahrenden PKW nicht mehr mit Benzin oder Diesel, sondern mit Strom fahren würden, würde die benötigte Strommenge rund 15% der heute verfügbaren Stromproduktion ausmachen. Kein Problem für die Stromerzeuger, diesen Strom auch in Bälde als sog. Ökostrom anzubieten. Die angepeilte Quote liegt in wenigen Jahren bei 25% der Gesamtproduktion.

Am Rande der Veranstaltung bei einer leckeren Gulaschsuppe offenbarte Professor Maubach aber das wahre Problem mit den Elektroautos. Zumindest aus Sicht der deutschen Autobauer. Denn die würden das E-Mobil erst dann in größeren Stückzahlen anbieten, wenn sicher sei, dass damit mindestens die gleichen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstandards erreicht würden wie mit Otto- und Diesel-getriebenen Autos. „Ein Vorstandsvorsitzender der Autobranche hat mir gesagt: ‚Stellen Sie sich vor, unsere Elektroautos haben reihenweise Pannen, oder es gehen mal Batterien in Rauch auf. Dann vernichte ich Milliardenwerte an unserer Marke’“, berichtete Professor Maubach.

Hersteller wie Tesla (wir berichteten an dieser Stelle, wie E-Autoverkauf hier bereits läuft) Inder wie Tata oder Chinesen wie Beyond Your Dreams haben solche Probleme nicht. Denn sie haben keine tradierten Markenwerte, die sie beschädigen können. „Die testen ihre Autos am Kunden – und in Asien dazu noch mit ganz anderen Sicherheitsauflagen als in Europa“, so Professor Maubach.

Und ein Blick auf die Website verrät, dass BYD bereits sieben Hybrid- und reine E-Modelle am Start hat. Vom reinen Aussehen her würden diese sicher auch bei uns laufen. Folgt man der Argumentation Professor Maubachs, denken die Chinesen gar nicht daran in Europa diese Autos zu verkaufen, bevor sie nicht ausgiebige Markttests in Asien gefahren haben – wenn da mal ein Akkupack abfackelt, gibt das noch keinen PR-GAU. Wenn dann die Technik ausgereift ist, können die Inder und Asiaten diese in die Markenhüllen integrieren, die Ihnen gerade von den amerikanischen und europäischen Autokonzernen mehr oder weniger zu einem Unkostenbeitrag überlassen werden (siehe Landrover, Jaguar oder Volvo). Phantasieanregend auch die Meldungen, dass der Autozulieferer Magna in Graz ein Zentrum für E-Technologie baut – was die Steirer wohl mit Opel vorhatten?

Das Problem der schnellen Durchdringung des deutschen Marktes mit Elektroautos ist also ein Markenproblem und kein technisches. Meldungen, dass BMW an die Einführung einer neuen Marke denkt, machen also auch unter Stromgesichtspunkten durchaus Sinn.


Top 10 US Viral Werbekampagnen Februar

22. Februar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Super Bowl Werbespots, die allesamt auch im Web gezeigt wurden und zusammen über 44 Mio. Views bekommen haben. Sogar die Evian Skater-Babies oder Microsoft’s XBox Project Natal wurden abgelöst. Gewinner sind die (insgesamt vier) Doritos Werbespots mit knapp 18 Mio. Views. ‘HouseRules’ ist dabei mit 9,1 Mio. Views und knapp 10.000 Kommentaren insgesamt der laut Visible Measures erfolgreichste. Die nächsten 6 Spots (eTrade, Snickers, Motorola, Audi, Focus on Familys und Google) liegen mit je rund 3 Mio. Views interessanterweise relativ nah beisammen.

Auch Google’s erster TV-Spot ‘Parisian Love’ [Liebling des Web, aber unbeliebt bei USAToday und TiVo Nutzern], inspirierte die Zuseher zur Interaktion: Er generierte über 4.000 Kommentare auf mehr als 200 Webseiten. Kommentare sind damit laut Visible Measure sehr wohl auch für klassische TV-Spots bedeutsam: Rund 20% der Views aller Super Bowl Spots (18 Mio.) entstanden über Social Media Sites, wurden von den Zusehern selber weiterversandt oder via Facebook, Twitter etc. weitergeleitet. Es wird also zunehmend wichtiger, nicht nur Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern die Leute auch zum Mitmachen anzuregen.

Und hier die AdAge Viral Video Charts der Woche vom 18. Februar im Überblick:

Brand Campaign Agency Current
Week
Views
%
Change
in
Views**
Spot
1 Doritos Casket Goodby, Silverstein & Partners 17,835,579 2573%
2 E-Trade Girlfriend Grey 3,439,406 New
3 Snickers Pick Up Game BBDO 3,406,423 New
4 Motorola Megan Fox Anomaly 3,332,081 New
5 Audi Green Police Venables Bell & Partners 3,097,270 New
6 Focus on the Family Tebow In-house 2,954,453 New
7 Google Parisian Love In-house 2,934,144 New
8 CareerBuilder Start Building N/A 2,606,302 New
9 Bridgestone Your Tires? Or Your Life? The Richards Group 2,564,757 Back on Chart
10 Hyundai Think About It Innocean Worldwide Americas; Initiative 2,498,072 New

Visible Measures publiziert zusammen mit der US Branchenzeitschrift AdAge wöchentlich die meistgesehenen viralen Online-Werbekampagnen grosser Markenunternehmen

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Was ist dran am Hype der lokalen Gutschein-Plattformen?

19. Februar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (1)

Erinnern Sie sich noch an letsbuyit.com? Den Pioneer des Gemeinschaftskaufs, 1999 furios gestartet und 2002 ebenso furios endgültig gescheitert? 2010 scheint einen ähnlichen Hype um lokale Gutschein-Plattformen zu sehen: Hier kommt eine (meist lokale und zeitlich begrenzte) Rabattaktion nur zustande, wenn eine Mindestanzahl an Leuten sich zusammenfindet und für den angebotenen Preis kauft. So wird z.B. ein Restaurantbesuch in München um 50% günstiger, wenn sich 19 Personen finden, die bereit sind, den Rabattpreis von 49€ zu zahlen.

DailyDeal Gutschein Muenchen CUBE

Das Business-Model [LiveShopping+GroupBuying+Local Couponing+Social Networking] scheint so attraktiv zu sein, daß es aktuell eine schier irrwitzige Anzahl an Start-Ups gibt; die sog. Groupon-Klone. Trotzdem (oder gerade deswegen) zeigen sich Investoren sehr interessiert: Kein Lagerbestand, kein Versand; was eine hohe Wirtschaftlichkeit verspricht. Der Nutzer druckt den Coupon aus und geht damit um die Ecke ins nächste Restaurant, die Weinhandlung oder das Spa. Und da die meisten Leistungen Erlebnisse oder Dienstleistungen sind, gibt es ein nahezu unbegrenztes Angebot.

Das Original, das den Hype beflügelte: Groupon.com (Motto: Collective Buying Power). Gegründet im Nov. 2008, profitabel und ausgestattet mit mittlerweile insgesamt 35 Mio. US$ Risikokapital von Accel Partners u.a., ist Groupon mit ca. 2 Mio. Mitgliedern in 27 US Städten die größte Plattform. Für den Nutzer ganz einfach gestrickt: One Deal, One Day, One City. Und durch die zeitliche Restriktion darauf angelegt, Freunde via Social Networking auf das Angebot hinzuweisen. Groupon verlangt eine Provision von den lokalen Anbietern und verspricht im Gegenzug einen Schwung neuer Kunden. Die Umsatzprognose liegt für 2010 bei 100 Mio. US$. Nach Groupon haben im Januar auch die Wettbewerber BuywithMe.com und LivingSocial.com eine Finanzierungsrunde über 5,5 bzw. 5 Mio. US$ bekanntgegeben.

Groupon NY

Und wie sieht’s in Deutschland aus? Seit Anfang Dezember sind hier über 10 Groupon-Klone entstanden. Mittlerweile hat fast jede Großstadt in Deutschland ein entsprechendes Angebot. Die beiden Platzhirsche sind CityDeal (Berlin, Samwers Rocket Internet, Holtzbrinck und Otto eVenture, 4 Mio. €) und DailyDeal (Berlin, Seed-Investor u.a. St. Glänzer), daneben gibt es etliche mehr, u.a. CooleDeals, Heimatpreis oder Übersichtsseiten wie Couponteria [Eine gute Übersicht nachzulesen bei Gruenderszene unter dem Titel 'Clone Wars'].

Das Konzept ist ansprechend und klar: Konsumenten lieben Rabatte. Der Kunde bezahlt, bevor der Anbieter etwas ausgibt. Als Neukundengewinnungsthema also sicher interessant. Doch in der Umsetzung ist die Komplexität für die ‘Dealer’ sehr hoch: Ein starker Vertrieb ist notwendig, um langfristig attraktive Angebote bereithalten zu können. Zudem sind die Einstiegsbarrieren für Wettbewerber ziemlich gering. Es wird also mit Sicherheit eine Marktbereinigung stattfinden und der momentane Hype sich auf ein Normalmaß reduzieren.

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Mobile Shopping Tools – Das Handy als moderne Einkaufshilfe

15. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Stellen Sie sich folgendes vor: Matthew Tractenberg, … , was recently shopping in a Silicon Valley bookstore, where he picked out five books for a total of $80. Before taking them to the counter, he typed the titles into the Amazon app on his BlackBerry Curve. Amazon had the books for $50 and would not charge sales tax or shipping. He placed the order on the spot and left his small pile of books in the store.

Heather Reed, a mother in Cypress, Tex., is one of those mobile power-shoppers. She uses several apps on her Samsung Moment phone to whittle down her spending. She was recently considering a $29.99 Hot Wheels video game for her son at Wal-Mart. With a quick scan of the bar code, an application called ShopSavvy, found it at Target, just across the freeway, for $19.99. Another app from MyCoupons.com provided a Target coupon that sliced off $10 more. [NYT, 17.Dez. 2009]

Nun ist es sicher nicht allein der Preis, der zukünftig die Hauptrolle spielt. Die beiden Beispiele zeigen aber, in welche Richtung es geht. Entscheidend wird sein, die eigene Marke, die eigenen Angebote und auch Kommunikationsangebote exportier- und einbettbar zu machen. Also dorthin zu gehen, wo auch immer der Nutzer sich aufhält. Und hier bietet das Handy enormes Potential: Es wird zur modernen Einkaufshilfe. Unternehmen müssen sich also langfristig auch von der Idee verabschieden, zentral von einer Website aus den gesamten Kaufentscheidungsprozess lenken zu können. Eine herausragende Website reicht nicht mehr aus, Verbraucher als Kunden halten zu können.

War 2008 das Jahr der mCommerce-Pioniere wie Ralph Lauren, schliesst nun eine Reihe neuer Apps die Lücke zwischen Online-Shopping und Kauf im Laden. Virtuelle Informationen und reale Welt werden miteinander verknüpft und so aufbereitet, dass sie für reale Handlungen zur Verfügung stehen. Dabei ist das Prinzip sehr ähnlich: Der Nutzer fotografiert mit seinem Handy einen Gegenstand oder einen Barcode, die Software auf dem Handy erkennt ihn und liefert die passenden Informationen bzw. ermöglicht den Kauf des Produkts. Hier eine Auswahl interessanter Beispiele:

  • Mobile Shopping Apps: Amazon Memo
    Die neue Shoppping App ermöglicht es dem Nutzer, Bücher von jedem beliebigen Ort aus auf Amazon einzukaufen; alle Funktionen, die online zu nutzen sind (wie 1-Click-Pay oder Prime-Versand), werden auch mobil unterstützt. Highlight der App ist aber die integrierte (Beta-)Funktion Amazon Memo, mit der sich fotografierte Produkte mit den Angeboten aus der Amazon-Produktdatenbank vergleichen lassen. Ein passendes Produkt kann so auch sofort per Handy bestellt werden. Und so funktioniert das Ganze:

    Amazon Memo

  • Mobile Visual Search Technologies: Google Goggles
    Ein ähnliches Prinzip auch bei Google’s Suche per Handykamers: Handy vor eine Flasche Wein halten, Etikett fotografieren und schon erscheinen auf dem Handy alle relevanten Infos wie Preis, Anbaugebiet oder Geschmacksnuancen. Das funktioniert, indem Google Goggles Teile eines Bildes mit den Bildern aus Google Images Search vergleicht. Wird eine Übereinstimmung gefunden, gibt die Anwendung Suchbegriffe und weitere Informationen aus, die sich auf das gefundene Bild beziehen. Goggle erkennt derzeit mehrere Millionen Objekte (dazu zählen Orte, berühmte Kunstwerke, lokale Business-Informationen oder Firmen-Logos) und die dazu passenden Informationen. Noch steckt die Bilderkennung via Handy zwar in den Kinderschuhen, es zeigt aber, welches Potenzial dahinter steckt.
    Google Goggles
  • Barcode Scanning: ShopSavvy
    In Korea und Japan schon seit Jahren etabliert, setzt sich nun auch hierzulande das Scanning von Barcodes mit einem Handy zunehmend durch; seien es EAN-, QR- oder sonstige Codes. Während QR-Codes v.a. dazu eingesetzt werden, die Verbindung zwischen einem Werbemittel / Printmedium und digitaler Information zu schaffen, ermöglichen Scanner wie ShopSavvy, RedLaser oder Avit! den Preisvergleich direkt im Supermarkt oder Laden. Strichcode mit der Kamera lesen lassen und mittels Handy werden Preise transparent und Produkte vergleichbar. ShopSavvy wurde in USA seit Launch im Jahr 2008 bereits mehr als 600.000mal heruntergeladen; durchschittlich werden 100.000 Barcodes täglich (!) gescannt. Eine Herausforderung für jeden Ladenbesitzer! Eine ähnliche Anwendung in D ist z.B. barcoo, die auch Testberichte, Gesundheits- oder Ökoinfos liefern.

    Shop Savvy

Unsere Einschätzung: Auch wenn manch technologische Anwendung noch unausgereift ist – Mobil wird DAS Thema im Bereich Retail. Entscheidend für Unternehmen ist es daher, jetzt die eigenen Ziele im Mobilmarkt abzustecken und eine entsprechende mobile Geschäftsstrategie zu entwickeln.

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Barca : Bayern – 65 : 1

10. Februar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

Deutsche Fußballvereine und ihre Sponsoren nutzen die Vertriebspotenziale von Social-Media-Angeboten wie Facebook nicht. Im europäischen Vergleich der Facebook-Reichweiten liegen die Spitzenteams der Bundesliga weit abgeschlagen. Während der FC Barcelona 1,3 Millionen Fans auf seiner offiziellen Facebook-Seite versammelt, bekennen sich gerade 20.000 Anhänger zum FC Bayern München auf dessen größter Facebook-Seite. Und diese Seite wird nicht einmal von den Bayern selbst, sondern von privaten Nutzern be­trieben. Damit verhalten sich die digitalen Gefolgschaften der beiden Spitzenclubs wie 65 : 1.

Wir haben am vergangenen Wochenende einen umfassenden Snapshot der aktuellen Facebook-Mitgliedschaften gemacht und die Facebook-Auftritte der Vereine in der 1. Bundesliga mit denen der größten spanischen, englischen, italienischen und französischen Clubs verglichen. Das Ergebnis: Spanier, Engländer und Italiener liegen auf dem digitalen Spielfeld weit vorne. Den deutschen Clubs gehen national wie international Reichweite und somit Vertriebs- und Kundenbindungskraft verloren. Dabei ist nichts leichter, als die Emotionalität der Fußballfans in Internet-Freundschaften und diese in Umsätze zu verwandeln.

milan-liverpool

In der Tat nutzen die Clubs wie Barcelona, Liverpool oder AC Milan die eigenen Facebook-Seiten offensiv für Merchandising, Ticketing und auch, um echte – bezahlte – Clubmitgliedschaften zu ver­kaufen. Die Chance mit Millionen Fans weltweit direkt zu kommuni­zieren hat man in keinem anderen Medium. Wir sehen hier große Potenziale gerade für Sponsoren. Es gibt ja auch aus der Offline-Welt sehr gute Beispiele, wie Fußballfans zu Käufern gemacht werden. So hat bspw. die HypoVereinsbank bereits zwischen 2003 und 2005 über 100.000 Bayern-Sparcards gezielt an FC-Bayern-Fans verkauft und damit in nur zwei Jahren 1,7 Mrd. € Anlagevolumen eingesammelt. Vertriebseffekte gehören für immer mehr Sponsoren zu den Hauptargumenten, warum sie überhaupt in Sponsoring investieren. Nur, damit das Logo am Samstag über die Bande huscht, gibt niemand mehr Millionen aus. Reichweiten und Emotionen im Sport müssen in Verkäufe umgewandelt werden. Das geht auf Social-Media-Plattformen sehr gut – hier lassen deutsche Clubs und ihre Wirtschaftspartner derzeit viel Geld auf der virtuellen Tribüne liegen.

Nur drei Vereine der ersten Bundesliga haben (Stand 6. Februar 2010) überhaupt eine offizielle Facebook-Seite: Der HSV (11.000 Facebook-Fans), Hannover 96 (4.000) und Hertha BSC (2.000). Deren Größe ist marginal im Vergleich zu den großen europäischen Clubs wie Barcelona, Liverpool, Real Madrid (jeweils über 1 Million), aber auch Chelsea, AC Milan und Paris Saint Germain (jeweils meh­rere Hundertausend).

hannover-hsv

Wenigstens haben diese drei Vereine offizielle Seiten und machen damit ihre Erfahrungen. Die nach Vereinsmitgliedschaften größten deutschen Vereine Bayern München und Schalke 04 dagegen haben nichts Eigenes. Sieht man sich aber die Zahl der echten Vereinsmitglieder beim FC Bayern München von über 153.000 an, müsste eine offizielle Facebook-Seite der Bayern auch so groß wer­den können wie diejenige von Barcelona.  Denn die Katalanen haben mit 163.000 auch nur 10.000 mehr zahlende Clubmitglieder als die Münchner. Unsere ganz einfache Modellrech­nung: Verkauft man nur jedem 1.000sten der – durchaus erreichbaren – 1,3 Mio. Facebook-Fans der Bayern einen Audi A4, macht 1.300 Autos zu durchschnittlich 35.000 € und einen Umsatz von 45,5 Mio. € Euro für den Bayern-Sponsor Audi.

In den USA sind die Markenartikler weiter. PepsiCo schaltete zum ersten Mal seit 23 Jahren am vergangenen Wochenende keinen TV-Spot während der Endspiel-Übertragung der National Foot­ball League, sondern investierte lieber 20 Mio. US$ in den Ausbau seiner Facebook-Seite.

Hier der ausführliche Vergleich der Facebook-Reichweiten deutscher und europäischer Fußballvereine – ein Klick auf die Grafik und Sie sehen die gesamte pdf-Tabelle:

facebook_fussball_vereine_facebook

aquarius sales ist der neue Geschäftsbereich von aquarius consulting. aquarius sales hat sich darauf spezialisiert, die digitalen Potenziale in Marketing- und Vertriebsprozessen unserer Kunden zu heben.

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Neu: aquarius sales

8. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (2)

aquarius sales heißt der neue Geschäftsbereich der aquarius consulting, der sich um die digitalen Potenziale, die in den Vertriebsprozessen unserer Kunden verborgen sind, kümmert. Geleitet wird der Bereich von Marc Ritter (42), der seit 1995 im Internet auf Verkaufsleiterpositionen bei Medienunternehmen sowie bei traditionellen Herstellern und Dienstleistern tätig ist.

Unsere Kunden profitieren davon, dass aquarius sales die wesentlichen vier Säulen des Vertriebsmanagements nach digitalen Potenzialen analysiert sowie Veränderungen anstößt und umsetzt:

  • Vertriebsorganisation
    Kanalkonflikte lösen, Schnittstellen zwischen off- und online-Vertrieb lösen
  • Vertriebssteuerung
    KPIs einführen, managen und controllen, Partner und Vertriebsmitarbeiter steuern
  • Vertriebsinformationen
    Schlüsselzahlen aus eigenem Unternehmen, Wettbewerb und Markt erheben und zugänglich machen
  • Vertriebsbeziehungen
    Die wichtigsten Beziehungen erfassen, nachhalten und pflegen

Als Gründer von aquarius consulting freue ich mich besonders, dass wir nun in fünf Jahren die fünfte Business Unit auf Wunsch unserer Kunden ins Leben gerufen haben. Wir können daran ablesen, dass die Digitalisierung immer weiter in die Prozesse der Unternehmung vordringt.

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Stats: 2009 Rekordjahr für eCommerce und Online-Werbung

5. Februar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Nun sind die endgültigen Zahlen für 2009 veröffentlicht. Die Prognosen haben sich bestätigt: Wie erwartet erweist sich die Digitalisierung als der Wachstumstreiber.

  • Commerce +16%: Internet als DER Bestellweg für alle Altersgruppen
    In 2009 machte die Versandhandelsbranche mit 53,3% mehr als die Hälfte ihres Umsatzes über das Internet. Das bedeutet ein Plus von 16% und einen Anstieg auf 15,5 Mrd. €. Der Umsatzanteil der klassischen Bestellwege Telefon, Brief oder Fax sank gleichzeitig auf 40,9%. [Die Daten basieren auf der repräsentativen Verbraucherstudie „Distanzhandel in Deutschland 2009“, die das Forschungsinstitut TNS Infratest zum vierten Mal im Auftrag des bvh durchgeführt hat].
    Online-Shoppen ist in Deutschland längst nicht mehr nur eine Sache der jungen Leute: Bei den über 60-Jährigen stieg der Anteil der Online-Besteller von 19% in 2008 auf 28% in 2009, bei den 50- bis 59-Jährigen kletterte er von 43 auf 58%. Mode bleibt dabei mit 13,4 Mrd. € Umsatz weiterhin die umsatzstärkste Warengruppe. Hier die Charts der Pressekonferenz mit weiteren Infos.

Versandhandelsumsatz 2009

  • Online-Werbung +18%: Höchstwerte trotz Krise
    Der Umsatz mit grafischer Werbung (Werbebanner, Pop-Ups und Streaming Ads) im Internet stieg im Vergleich zu 2008 um 17,8% auf 1,5 Mrd. €. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen, die das Markforschungsinstituts Thomson Media Control seit 2006 exklusiv für den Branchenverband BITKOM durchführt.

    BITKOM_Netzwerbung_2009

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Top 10 US Viral Werbekampagnen Januar

3. Februar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Über Platz 1 gibt es ja kaum mehr was zu sagen: Die Evian-Babys skaten und skaten weiter auf Platz 1. Neu dagegen in den Charts ist der Spot ‘Ninja’s Unboxing’ für Google’s Nexus One mit gut 700.000 Views. Google bewirbt seine Produkte und Services zunehmend durch Online-Video Ads auf seiner Plattform YouTube [Sieben Google-Werbekampagnen erreichten letztes Jahr einen Top 10 Platz, darunter die Videos für seinen Browser Chrome, Real-Time Search oder mobile Features wie Google Goggles].

Neu in den Charts auf Platz 2 auch ein provokantes Video von Air New Zealand, die bereits mit ihrer Kampagne ‘Nothing to hide’ und Body-Painting Uniformen für Schlagzeilen sorgten. Nun eine fiktionale Doku über ‘Cougars’, die schon zu Beginn für Empörung sorgt und auf kontroverse Diskussionen setzt.  Auffallend: Kein Bezug auf die Airline, einzig ein Hinweis am Ende auf die Buchungssite ‘grabaseat’.

Und hier die AdAge Viral Video Charts der Woche vom 18. Januar im Überblick:

Brand Campaign Agency Current
Week
Views
%
Change
in
Views**
Spot
1 Evian Live young BETC
Euro RSCG
1,242,551 -4% Evian Live Young
2 Air New Zealand Grab a Seat Projector 832,376 New viral-airnewzealand-grabaseat-100
3 Google Nexus One Unboxing Patrick Boivin 722,857 New viral-google-nexusone-100
4 Coca-Cola Happiness Machine Definition6 612,334 +47% viral-cocacola-happinessmachine-100
5 DC Shoes Gymkhana
Two
Mad Media 587,875 +3% DC Shoes
6 Microsoft
Xbox
Project Natal World Famous 583,733 -22% viewsclub13
7 LEGO LEGO CL!CK Pereira &
O’Dell, Sharethrough
569,247 -35% viral-lego-click-100
8 Adidas Originals Star Wars Collection Sid Lee 517,036 New viral-adidas-starwars-100
9 Axe Cleans Your Balls BBH 434,095 +16% viral-axe-cleanyourballs-100
10 Ray-Ban Never Hide
Face Tattoo
Cutwater 362,512 -57% viral-rayban-facetattoo-100

Visible Measures publiziert zusammen mit der US Branchenzeitschrift AdAge wöchentlich die meistgesehenen viralen Online-Werbekampagnen grosser Markenunternehmen


Case Study: Mobile Apps für Marken

1. Februar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

Smartphone Apps als ‘Gamechanger for Brands’ – so titelte jüngst die englische Directmarketing Association. Kaum eine große Marke verzichtet derzeit auf eine mobile Applikation, um die Marke wortwörtlich in die Hände der Konsumenten zu legen. Hier vier interessante Case Studies aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit gänzlich verschiedenen strategischen Ansätzen. Allein gemeinsam ist der Versuch, dem Konsumenten real-time echten Mehr- bzw. Unterhaltungswert zu bieten und ihn so zur regelmässigen Nutzung zu veranlassen:

  • Barclay Card: Waterslide Extreme
    Erfolgsfaktor: Brandawarness
    Branche: Finance
    Launch: Juli 2009 / Downloads: > 10 Mio. (kostenlos)

Basierend auf der kultigen Waterslide TV-Kampagne entwickelte Barclay ein Rennspiel, das mittlerweile über 10 Mio. Downloads generierte. Unternehmensangaben zufolge downloaden aktuell täglich ca. 40.000 iPhone und iPod Touch Nutzer das Spiel. Legt man die 10 Mio. Downloads mit einer durchschnittlichen Spieldauer von 2,5 Minuten und 4 Sessions pro Spieler zugrunde, korrespondiert dies mit einem durchschnittlichen Brand Engagement von 100 Mio. Minuten. Der Brand Awareness Faktor ist damit ausserordentlich hoch.

Barclay Waterslide

  • Kraft: iFood Assistant
    Erfolgsfaktor: Brand Engagement
    Branche: Lebensmittel
    Launch: Nov. 2008 / 99ct pro Download

Die App überzeugt mit über 7000 Rezepten zum Nachkochen und wird unterstützt von zwei Websites. Doch das ganze kostenpflichtig machen? Diese Grundsatzfrage beantwortete Kraft mit Ja und verlangt 99 ct pro Download, um zum einen eine höhere Wertigkeit zu erzielen und zum anderen In-App-Commerce zu ermöglichen. Eine Demoversion gibt es kostenlos.

Kraft ifood App

  • PizzaHut
    Erfolgsfaktor: Mobile Ordering
    Branche: Fast Food
    Launch: Juli 2009 / Downloads: > 100.000 in den ersten beiden Wochen (kostenlos)

Die App bietet eine originelle Form des Mobile Ordering, in der der Nutzer mit kleinen Spielchen seine Wunschpizza zusammenstellen kann. In drei Monaten nahm das Unternehmen über die Anwendung mehr als 1 Mio. US$ ein. Mehr Infos, inkl. Demovideo, auch hier.

Pizza Hut

  • Benjamin Moore: Ben Colour Capture App
    Erfolgsfaktor: App-Marketing
    Branche: Farbenhersteller
    Launch: Mai 2009 / Downloads: >50.000 (Okt. 09) (kostenlos)

Mit dieser App unterstreicht der Farbenhersteller Benjamin Moore seine Kernkompetenz: Ein beliebiges Bild fotografieren und sofort können die Farben mit dem Moore-Farbsystem gematcht und gespeichert werden. Moore selbst führt den Erfolg dieser App auf ein ausgeklügeltes App-Marketing zurück, das den Launch begleitete.

Paint App

Abschliessend einige Einblicke in einen Markt, der sich laut absatzwirtschaft in einen mobilen Massenmarkt entwickelt und der weltweit Millionen Menschen erreicht. Aktuelle Zahlen der IT-Beratungsgesellschaft Gartner zeigen das Potential: So werden die Downloads aus Application Stores in 2010 4,5 Mrd. übersteigen (87% davon kostenlos). Die Konsumenten werden dafür rund 6,7 Mrd. US$ ausgeben. Die Werbeumsätze werden auf 0,6 Mrd. US$ geschätzt. Die Analysten prognostizieren für 2013 einen weiteren rasanten Anstieg, so dass dann die 21 Mrd. Grenze an Downloads überschritten sein wird.

Gartner App Stores

Sicher ist, das mobile Internet via Handy wird die Kommunikationswelt von morgen maßgeblich prägen. Und gerade Marken profitieren davon, mittels Apps ein modernes ‘Markenuniversum’ mit möglichst vielen Touchpoints zu schaffen.

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Amazon gewinnt am ‘iPad Day’

28. Januar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Selten gab es einen derartigen Hype. Der iPad beherrscht die Schlagzeilen weltweit. Aus Investorensicht machte allerdings Amazon das Rennen und gewann am ‘Day1′ den Kampf gegen das iPad. Amazon’s Börsenwert lag am Ende bei +3%, Apple stieg um 1%. SAI: “This is a long term battle, but Jeff Bezos is probably feeling better than he thought he would today.”

chart-of-the-day-apple-amazon-ipad-launch-day

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Stats: Social Media Nutzung ‘is skyrocking’

27. Januar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

Laut aktuellen Nielsen Zahlen ist die Nutzung von Social Media Sites im letzten Jahr regelrecht explodiert: Weltweit verbrachten im Dezember 2009 die Besucher von Facebook, Twitter & Co 5,5 Stunden auf diesen Sites (Dez. 08: 3 Std.) – das bedeutet eine Steigerung von 82%. Zudem nahm der gesamte Traffic auf diesen Seiten während der letzten Jahre enorm zu.

social-media-time Nielsen 2010social-network-growth

Social Networking on the go

Auch im mobilen Internet nimmt die Nutzung sozialer Netzwerke enorm zu: Laut der jüngsten Studie ‘State of the Mobile Web’ des Browserherstellers Opera ist Facebook erstmals die meistbesuchte Seite on the go: Die Zahl der Besucher stieg um 600% während des letzten Jahres. Twitter ist dagegen das Netzwerk mit dem höchsten Wachstum, einer Steigerung von 2800% in nur einem Jahr.

Case Study: P&G sieht Facebook als Marketingtool

Was heisst das nun für grosse Marken? Ganz einfach: Social Sites wie Facebook und Twitter bekommen zunehmend mehr ‘Eyeballs’. Die Herausforderung ist, diese digitalen Potenziale maximal zu nutzen. Das Social Media Engagement von P&G, weltweit größter Werbungtreibender, wurde noch im Dez. 08 in einem Artikel der New York Times als ein Engagement mit grossen Hürden bezeichnet, da die Nutzer Zeit mit Freunden und nicht mit Marken verbringen möchten. Die Zeiten haben sich geändert. Laut Adage wird Facebook 2010 zu einem ‘Big Part of its Marketing Plan’. Es sei P&G’s ausdrückliches Ziel für 2010 “to assure that each of its brands has a meaningful presence on Facebook, and they are willing to pay dearly for that. And while P&G’s thought leaders expressed some skepticism about the efficacy of Facebook’s ‘engagement ads’, they certainly view Facebook as a must-have for digital advertising and brand building.”

P&G Facebook Seite

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Back to the Future des Autoverkaufs

25. Januar 2010 von Marc Ritter | Kommentare (0)

So ähnlich müssen sich Marty McFly und Doc Brown gefühlt haben, als sie zum ersten Mal den DeLorean bestiegen und den Flux Capacitor anwerfen, der sie vom Jahr 1985 ins Jahr 1955 zurückbringen würde. Nur, dass sich an diesem grauen Freitagnachmittag zwei 1,90-Männer zu je gut zwei Doppelzentnern in eine aufgehübschte Lotus Elise quetschen, um sich einige Jahre in die Zukunft zu beamen: Rainer und ich probieren den TESLA Roadster aus. Über das Auto wollen wir an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Denn das ist ausreichend im Web beschrieben. Und wir fahren damit auch nur eine kurze Runde im Nachmittagsverkehr vom TESLA-Laden in der Münchner Blumenstraße runter zur Isar und die Widenmeyerstraße einmal rauf und runter (natürlich nicht, ohne auf einem Abstecher in der Maximilianstraße auf PORSCHE-Jagd zu gehen).  Die wenigen Male, an denen wir Pole Position an der roten Ampel haben und in knapp vier Sekunden von Null auf 100 (psst, nicht weitersagen …) breschen, lassen nur ein Wort als Gesamtfazit der Beschleunigung, des Fahrwerks, des Fahrvergnügens zu: Wahnsinn!

Wer das selbst erleben möchte, wende sich an die freundlichen Leute um Craig Davis vom TESLA-Laden in München und vereinbare eine Probefahrt. Wir empfehlen den Besuch dieses Ladens aber auch all jenen, die wissen wollen, wie Autoverkauf im 3. Jahrtausend von statten geht. Und das geht verblüffend einfach. Man nehme dreierlei: Ein geiles Produkt. Eine gute Story. Eine Website. Mit diesem einfachen Rezept hat TESLA bereits über 2.000 Autos verkauft. Nein, nicht vom flotten Roadster, der es aufgrund der teuren Carbon-Bauweise auf einen Preis von rund € 100.000 und daher nur auf wenige hundert Exemplare weltweit bringt. Vielmehr gehen die Model S genannten Limousinen weg wie warme Semmeln. Wobei dieses Auto frühestens in zwei Jahren bei den stolzen Besitzern stehen wird. Noch gibt es nicht einmal eine Fabrik dafür.

Die späteren Besitzer zahlen derzeit € 4.000 für das Basismodell oder € 30.000 für eines der ersten 1.000 “Signature-Modelle” in Vollausstattung an. Der letztendliche Preis? Sorry, den gibt´s derzeit noch nicht in Euro – in USA wird das Basis-Auto aber (voraussichtlich) $ 57.500 kosten, wobei der amerikanische Staat $ 7.500 sponsert (Auch über die Features des Model S mit der Anmutung eines Maserati Quattroporte lassen wir uns hier nicht aus, TESLA-Chief Designer Franz von Holzhausen zeigt das Auto auf Youtube).

Es überrascht nicht, dass eine Company, deren CEO der Gründer von PayPal ist (und nebenbei mit der Firma SpaceX Raketen im Auftrag der Nasa baut), auf das Internet als Kommunikationsmedium setzt. Dennoch ist die Menge der Marketingmaterialien, die den TESLA-Webauftritt begleiten, erstaunlich. Sie beträgt: Null. Tatsächlich: Nur, weil zufällig noch von der letzten IAA Promo-Zettel in halbem Postkartenformat übrig sind, liegt überhaupt katalogartiges Papier im TESLA-Laden.

Original-Dialog: “Können wir einen der Vorverträge bekommen, um die Bestellung des Model S aufzugeben?” – “Klar, hier drüben steht der Mac, da könnt Ihr Euch gleich registrieren. Ihr überweist dann noch 4.000 Euro und bekommt eine Seriennummer zugeteilt. Das Auto kommt 2012 und bis dahin seid Ihr Teil der TESLA-Community und werdet über alle Fortschritte genauso schnell wie die Angestellten informiert. Wenn Ihr irgendwann keine Lust mehr habt, bekommt Ihr bis drei Monat vor der Auslieferung Euer Geld zurück.”

Auto verkauft.

Marc Ritter TESLA

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Medienkonsum bei US-Kindern und Jugendlichen explodiert

21. Januar 2010 von Dr. Nikola Bachfischer | Kommentare (0)

“If your kids are awake, they are probably online” – titelte jüngst die New York Times. Und bezieht sich auf eine aktuelle Studie der Kaiser Family Foundation ‘Generation M2: Media in the Lives of 8- to 18-Year-Olds’. Danach verbringen Kinder und Jugendliche quasi jede freie Minute mit einem Smartphone, vor dem PC oder TV oder einem anderen elektronischen Gerät. Aber beinahe 11 Stunden? Das funktioniert nur durch Multitasking – also z.B. im Internet surfen und dabei Musik hören auf dem iPod (und so wurde auch gemessen). Schon 2005 dachten die Autoren, die Mediennutzung könnte nicht weiter steigen. Und haben sich geirrt, da v.a. neue mobile Geräte ganz neue Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen.

NYT Electronic Devices

35% der 11-Jährigen US Kids haben ein Handy

Etliche weitere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So z.B. die ‘American Kids Study 2009‘ des Marktforschungsinstituts MRI, einer GfK-Tochter, die auf die stetig wachsende Zahl an Handys bei Kindern hinweist: 35% der 11-Jährigen besitzen mittlerweile ein Handy. Das bedeutet beinahe doppelt soviele wie in 2005. Und sogar 5% der 6-7 Jährigen können schon ein eigenes Handy vorweisen. Damit steigt auch der Bedarf für kindgerechten mobilen Inhalt, Apps und natürlich auch Werbung.

chart-of-the-day-children-mobile-phones

ff

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Googles mobile Strategy

18. Januar 2010 von Rainer Wiedmann | Kommentare (0)

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“Das Handy ist der künftige Computer” – Vor dem Hintergrund der letzten Wochen und Monate gewinnt Eric Schmidts vielzitierter Satz nun an Bedeutung. Der Trend zum mobilen Internet birgt enorme Umsatzpotenziale. Und Google tut derzeit einiges, um sich hier eine aussichtsreiche Startposition zu sichern. Zuletzt ging es bei Googles mobilen Maßnahmen Schlag auf Schlag nach dem Motto: Digitale Suche war gestern. Nun geht es darum, digitale Dinge in der realen Welt zu finden – Search for anything, anywhere. Jede einzelne dieser Maßnahmen entspricht dem aggressiven Vorgehen, das man von Google erwartet. Zusammengenommen aber haben sie das Potenzial zu etwas viel Größerem. Brian Sheehan von AdAge spricht gar von einem “game-changer that gives Google a hammer lock on not only mobile search or telephony, but also on the whole integrated process of consumer mobility”.

Googles mobile Maßnahmen seit Oktober letzten Jahres:

  1. Ende Oktober beendet Google die (erst in 2008 geschlossene) Kooperation mit TeleAtlas und bietet mit Google Maps Navigation eine eigene hochfunktionale Navigationslösung kostenlos für alle Android-Handys an [Das Demo-Video auf YouTube ist sehenswert].
  2. Anfang November übernimmt Google für 750 Mio. US$ den mobilen Werbevermarkter Admob mit dem Ziel, die eigene Position im Bereich mobile Advertising zu stärken.
  3. Der Dezember bringt Google Favorite Places, eine QR-basierte Applikation, um sich gegen mobile soziale Netzwerke wie Foursquare oder Yelp zu positionieren. Nutzer können diese Barcodes in lokalen Geschäften mit dem Handy abfotografieren und erhalten sofort Restaurantkritiken oder Coupons.
  4. Im Januar kommt Bewegung in den Handymarkt. Google stellt mit dem Nexus One ein eigenes Handy vor und zeigt, wie ein Android-Handy aussehen kann. Der Start sorgte für ein enormes Echo im Netz. Und ist nicht nur eine Kampfansage an Apple.
  5. Mit der Suchfunktionalität ‘Near me now‘, die ebenfalls im Januar gelauncht wurde, schickt Google sich nun an, lokalen Branchenverzeichnissen das Wasser abzugraben [Hier das Demo-Video]. Denn: Lokale Suchabfragen besitzen auf mobilen Geräten eine weitaus höhere Relevanz als online.

Jede einzelne dieser Maßnahmen beeinflusst eine ganze Branche: Warum sollte ich z.B. ein GPS-Navigationsgerät teuer kaufen, wenn Googles Map Navigation kostenlos angeboten wird? Prompt gab der Aktienkurs von Garmin und Tom-Tom um 16 bzw. 21% nach. Warum sollte ich Bing nutzen, wenn Google mir für das Scannen eines Codes in einem Restaurant 10$ Ermässigung in Aussicht stellt? Das Nexus One ist sicher nicht das Killer-Handy, durch die Integration kostenloser Google-Dienste und einer sehr guten Spracherkennungsfunktion wird es aber sicher etliche Anhänger weltweit finden. D.h. nicht nur Hardware-Hersteller werden umdenken müssen, eine ganze Reihe etablierter Business-Modelle wird so gleichzeitig auf den Prüfstand gestellt.

In der Zusammenschau aller Maßnahmen wird Googles langfristige mobile Strategie sichtbar: Google treibt den Markt des mobilen Internets wie kaum ein anderes Unternehmen voran, wird doch das mobile Internet das stationäre Web in einigen Jahren bei weitem übertreffen. Nochmal Brian Sheehan: “It is an audicious plan to define the benefits of mobility for consumers, in general, and to completely dominate the space that they help consumers create”. Entscheidend: Überall auf diesen Endgeräten mit den kostenlosen Programmen kann Google Werbung platzieren. Und personalisierte Werbung, nun ergänzt um den lokalen Bezug, ist und bleibt Googles Cash Cow.

Google Mobile

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